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Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Schloß und Wasserburg Friedewald
Museum mit Wasserburg
Am Schlossplatz 2
36289 Friedewald
Museumsleitung@Museum-Friedewald.de

+49 (0) 66 74/ 84 59

http://www.museum-friedewald.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserburg_Friedewald_(Hessen)
erstellt:
06.01.2017
aktualisiert:
03.11.2023
In unsicheren Zeiten hat man gern eine Tür, die man fest hinter sich schließen kann. Den verständlichen Wunsch hatte seinerzeit auch Graf Gottfried II. zu Sayn. Und die Zeiten zu Beginn des 14. Jahrhunderts waren wahrlich miserabel. Ludwig der Bayer und Friedrich von Österreich stritten um die Kaiserkrone, was die innenpolitischen Verhältnisse nicht gerade einfach machte. Zu allem Überfluss klaute Raubritter Albert von Seelbach vom Siegerland bis zum Rheintal so ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest war. Also Zugbrücke hoch und durch, dachte sich Graf Gottfried und begann mit dem Bau der Burg Friedwald. Der bis heute erhaltene Wehrturm mit seinem auffälligen Zwiebelturm zeugt immer noch von seinem Verteidigungswillen. Zweieinhalb Jahrhunderte später waren die Verhältnisse deutlich besser. Es kam nicht mehr auf Sicherheit an, jetzt wurde angegeben. Graf Heinrich IV. zu Sayn hatte sich nach einem anstrengenden Leben als Domdechant zu Köln das Schloss seiner Familie als Alterssitz ausgesucht. Allerdings erschien Heinrich die wehrhafte Burg seiner Vorfahren nicht repräsentativ genug. Und so baute er den neuen Haupttrakt des Schlosses, das sogenannte „Hohe Haus“, das an den Friedrich-Bau des Heidelberger Schlosses erinnert. Heinrich hätte allerdings besser noch eine weitere Mauer um die Burg errichten lassen sollen, denn nach seinem Tod wurden die Zeiten wieder unsicherer. Vor allem der Dreißigjährige Krieg setzte der Anlage zu, die in den folgenden Jahrhunderten verfiel. Erst 1886 besann sich die Familie Sayn-Wittgenstein-Sayn des alten Erbes und kaufte das Schloss zurück, in dem heute ein Museum und ein Hotel beherbergt sind.

 

 

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