Rudolf Stricker, Heimsheim_Schleglerschloss_20090918,



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A8.

Schleglerschloss Heimsheim
erstellt:
20.05.2021
aktualisiert:
24.10.2024
Das Schleglerschloss. Der Name der alten Heimsheimer Burg klingt nach Rittern und Schlachten – und tatsächlich hat er etwas mit einer Gruppe wilder Ritter zu tun. Diese Ritter, die sogenannten „Schlegler“, gründeten im 14. Jahrhundert einen Bund. Sie waren verarmte Adlige, die sich gegen die mächtigen Fürsten behaupten wollten. Doch ihr Widerstand hielt nicht lange. 1396 verloren die Schlegler den „Schleglerkrieg“ und wurden aufgelöst. Das heutige Schleglerschloss hat allerdings nichts mit der ursprünglichen Schleglerburg zu tun, die stand nämlich dort, wo heute das Gräfenitzsche Schloss ist. Das „neue“ Schleglerschloss wurde erst rund 20 Jahre nach dem Ende der Schlegler, um 1415, gebaut. Die Herren von Gemmingen kauften damals die Hälfte der Stadt Heimsheim, nachdem die vorherigen Besitzer – die Herren von Stein – nach einem verheerenden Brand nicht in der Lage waren, alles wieder aufzubauen. Ursprünglich war das Schloss eine wehrhafte Burg, mit dicken Mauern, Türmen und Erkern auf jeder Ecke. Doch schon 1578 wurde es zum „Herrschaftlichen Fruchtkasten“ umgebaut, also einer Art riesigen Speicher für Getreide. Die Wehranlagen verschwanden, aber das Gebäude blieb. Heute nutzt man das Schleglerschloss für ganz andere Dinge. Es ist ein beliebter Ort für Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Vereinsfeste. So lebt die Geschichte weiter – nicht mehr durch Ritterschlachten, sondern durch fröhliche Feste.

 

 

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