Ralf Roletschek, 17-05-23-Fotoflug_Barnim-a_RR70931,



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A11.

Kloster Chorin
Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin
info@kloster-chorin.org

+49 (0) 3 33 66/ 70 37 7

http://www.kloster-chorin.org
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Chorin
erstellt:
31.05.2017
aktualisiert:
11.12.2023
„Der Tod von Chorin“ – so wurde der Sage nach ein Amtmann genannt, der seinen verschwenderischen Lebensstil durch den Verkauf von Steinen aus der Klosterruine Chorin finanziert haben soll. Dieser Amtmann nun wurde eines Tages nach Berlin gerufen. Am nächsten Tag kehrte er zurück nach Chorin – in einem Sarg! Geköpft, weil er am Kloster gefrevelt hatte. Diese Sage ist wohl entstanden zu einer Zeit, als die Erhaltung der Klosterruine langsam in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückte. Denn tatsächlich war Chorin lange Zeit kaum mehr als eine Ruine. Gegründet wurde das Zisterzienserkloster um 1270. Damals übersiedelten die Mönche vom nahen Mariensee nach Chorin. Aus unbekannten Gründen verließen sie das noch nicht fertig gebaute Kloster fast fluchtartig. Die Steine für den Bau der Kirche blieben sauber aufgestapelt zurück. In Chorin entstand eine Klosteranlage, die heute zu den großartigsten und bedeutendsten Bauwerken der norddeutschen Backsteingotik zählt. Bis zur Reformation lebten etwa 500 Mönche in Chorin. 1542 wurde das Kloster aufgelöst, die Gebäude wurden landwirtschaftlich genutzt. Später brannten wesentlich Teile der Anlage ab, der Dreißigjährige Krieg tat ein Übriges. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts erkannte man die Bedeutung der Bauwerke. Erste denkmalpflegerische Bemühungen setzten ein. Umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen setzten aber erst nach 1960 ein. Der Grund dafür war auch der „Choriner Musiksommer“, der 1960 zum ersten Mal veranstaltet wurde. Die Klassik-Konzerte sind weit über die Region hinaus bekannt. Bei einem Besuch sollte man sich unbedingt die Kellerräume ansehen. Da nur wenige Räume original erhalten geblieben sind, spürt man hier noch am ehesten den Geist der ursprünglichen Erbauer. Jeder einzelne Stein ist mit der Hand gefertigt!

 

 

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