Achim Christoph, Zitadelle_Juelich_Luft, CC BY 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A44.

Zitadelle Jülich
Museum Zitadelle Jülich
Kleine Rurstraße 20
52428 Jülich
museum@juelich.de

+49 (0)2461 - 93 768 - 0

http://www.juelich.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitadelle_J%C3%BClich
erstellt:
16.03.2018
aktualisiert:
25.10.2023
„Im Jahre 50 v. Chr. waren die Gallier nach langem Kampf von den Römern besiegt worden. Sie mussten ihre Waffen Cäsar zu Füßen legen. War ganz Gallien besetzt? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.“ Zugegeben, ganz so legendär wie die Geschichte um den kleinen Comic-Helden Asterix beginnt die Wirklichkeit von Jülich nicht. Doch als Gallien und die Gebiete bis zum Rhein im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern vereinnahmt wurden, gründeten sie die Straßenstation Juliacum. Sie war eine Tagesreise von Köln entfernt und befand sich auf dem Gebiet des heutigen Jülichs. Später entwickelte sich eine römische Festung, und als das Römische Reich schließlich unterging, kamen die Franken. Die Zitadelle hingegen wurde erst im 16. Jahrhundert gebaut, als die alten Mauern keinen Schutz mehr boten, da sie in der Regel senkrecht standen. Bei der Zitadelle ist es anders. Die Wände sind schräg gebaut. Das führt zum einen dazu, dass feindliche Geschosse eher abprallen und zu anderen dass es keinen toten Winkel mehr nach außen gibt, so dass jeder Angreifer gleich gesehen werden kann. Heute kann die Zitadelle besichtigt werden. Die Außenmauer ist rund zwei Kilometer lang. Am Südtor überspannt eine Brücke den Graben. Inmitten der Zitadelle standen einstmals ein Schloss und eine Schlosskapelle. Und zu Verteidigungszwecken diente die Bastion St. Johannes, von der man einen guten Blick auf die Umgebung hatte und die mit einem Pulvermagazin ausgestattet war. Hätte nun die Zitadelle schon 1500 Jahre vorher dort gestanden, dann wäre sie wohl uneinnehmbar gewesen und die Bewohner hätten leise zu sich gesprochen: „Die spinnen, die Römer.“

 

 

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