ufo709, Sankt-Remigius-Kapelle_Wurmlingen, CC BY-SA 3.0 de



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A81.

Wurmlinger Kapelle
Sankt-Remigius-Kapelle
Kapellenweg 19
72108 Rottenburg am Neckar
StBriccius.Wurmlingen@drs.de

07472 1790

https://se-pfaffenberg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt-Remigius-Kapelle
erstellt:
03.07.2020
aktualisiert:
12.10.2023
Die Wurmlinger St. Remigius Kapelle muss ein ganz besonderer Ort sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass Dichter sie immer wieder in den Mittelpunkt ihrer Verse gestellt haben? Vielleicht hat es mit ihrer Lage hoch oben auf einem Bergesgipfel zu tun. Sowohl vom Ammertal als auch vom Neckartal kann man die 475 Meter hoch liegende Kapelle auf dem Gipfel sehen. Wer über den alten Kreuzweg hinauf steigt, hat Ausblick in beide Täler. Viel schöner hat das natürlich Ludwig Uhland beschrieben: Droben stehet die Kapelle Schauet still ins Tal hinab. Drunten singt bei Wies’ und Quelle Froh und hell der Hirtenknab Auch der Wiener Lyriker Nikolaus Lenau blickte im 19. Jahrhundert hinauf zur Wurmlinger Kapelle und schrieb: Luftig, wie ein leichter Kahn, Auf des Hügels grüner Welle Schwebt sie lächelnd himmelan, Dort die liebliche Kapelle. Womöglich hat die Kapelle auch schon im Mittelalter Dichter inspiriert – immerhin ist die Krypta des Gebäudes schon über 950 Jahre alt. Der von weitem sichtbare Teil des Gebäudes wurde 1680 von Rottenburger Jesuiten errichtet und war bald ein beliebtes Wallfahrtsziel. Rund um die Kapelle liegt noch heute der alte Friedhof von Wurmlingen. Der Stuttgarter Dichter und Theologe Gustav Schwab, ein Zeitgenosse Lenaus, ist dort gewesen: Lieblich blicket nach dem Feld der Leichen Aus den Fenstern dein Marienbild, Und ich flehe zu der Gnadenreichen: Mir auch lächle, Jungfrau, zart und mild! Vielen hast du Trost und Heil geboten Und gelindert manchen herben Schmerz; Bist du eine Pflegerin der Toten, Wecke dann mein sterbend Herz.

 

 

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