Oktobersonne, L1060098_(2), CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A95.
Wolfratshausen die Flößerstadt
Tourist-Info im Rathaus Wolfratshausen
Marienplatz 1
82515 Wolfratshausen
tourismus@wolfratshausen.de
08171 214-206
https://www.tourismus.wolfratshausen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfratshausen
Marienplatz 1
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erstellt:
07.07.2020
aktualisiert:
25.04.2024
Mit einem lauten Platschen landet der Stamm im Wasser. Den Wiesenhang kommen gleich noch die nächsten Stämme heruntergerollt, allesamt landen sie im Wasser der Loisach. Mehrere Menschen kommen zusammen und fangen an, das Holz aneinanderzuketten. Früh am Morgen passiert hier an der Alten Floßlände das, was in Wolfratshausen schon seit knapp 1000 Jahren Tradition hat: das Flößerhandwerk. Im 13. Jahrhundert stieg der Bedarf an Baumaterial in München so stark an, dass das Flößertum wortwörtlich an Fahrt aufnahm. Auch Wolfratshausen bekam zahlreiche Materialien geliefert, die vor allem zum Aufbau der heimischen Burg dienen sollten. Holz, Kalk, Gips, Wetzsteine, Kohle und auch Nahrungsgüter wurden den Wolfratshäusern über den Fluss geliefert. Im 19. Jahrhundert kam das Flößertum an seinem Höhepunkt an, jährlich passierten 5800 Flöße das Wolfratshauser Land. Doch als man anfing, Straßen zu bauen und dann noch die Isartalbahn zwischen München und Wolfratshausen dazukam, kam das Floß als Transportmittel aus der Mode. Vergessen ist das Handwerk in der Region allerdings keinesfalls. Von Mai bis September fahren täglich Flöße nach München, Besucher erwünscht! Und wem das Ganze nicht geheuer ist, der kann dem Zusammenbau jeden Morgen auch persönlich zuschauen. Franz Seitner, Flößer der Region, verrät auf der Website der Stadt dabei sein Geheimnis zum Erfolg: Die Stämme für die Flöße fällt er nur, wenn der abnehmende Mond weder im Sternzeichen Krebs noch im Fisch steht. Nur diese Stämme bleiben den ganzen Sommer trocken.
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