Willow, Wilseder_Berg_006, CC BY 2.5



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Wilseder Berg
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https://de.wikipedia.org/wiki/Wilseder_Berg
erstellt:
24.02.2017
aktualisiert:
23.11.2023
Ein Pastor bringt Segen. Das gilt hier auf dem Wilseder Berg in doppeltem Sinne. Denn mit dem Wilseder Berg erwarb Pastor Wilhelm Bode eines der ersten Grundstücke für den Naturschutzpark Lüneburger Heide. Damit bewahrte er ihn vor der Zersiedelung. Wenn die Sicht klar ist, kann man vom Berg aus ganz schön weit in die ferne schauen. Schließlich ist der Berg 169 Meter und 20 Zentimeter hoch. Vom Aussichtturm sieht man dann im Osten die Türme von Lüneburg und im Norden sogar die von Hamburg. Das Wilseder-Berg-Massiv bildet dabei die Wasserscheide zwischen Elbe, Weser und Aller. Als höchste Erhebung in der norddeutschen Tiefebene hat der Berg sogar ein eigenes Klima. Das „kleine Berglandklima“ sorgt dafür, dass es hier oben häufiger regnet als unten und auch kälter ist. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,2°C. Die weite Heidelandschaft zog schon Anfang des 20. Jahrhunderts viele Hamburger an, die sich hier am Sonntag erholten. Einigen Geschäftsleuten gefiel sie so gut, dass sie am Wilseder Berg Wochenendhäuser bauen wollten. Das hätte aber zur Zerstörung dieser einmaligen Landschaft geführt. Wilhelm Bode, der rührige Heidepastor, erkannte diese Gefahr rechtzeitig. In langen und zähen Verhandlungen gelang es ihm, der damaligen Besitzerin den Berg für den Verein Naturschutzpark abzukaufen. Das war 1910. Zusammen mit dem bereits vorher erworbenen Totengrund wurde der Wilseder Berg zum Kernstück des heutigen Naturparks Lüneburger Heide. Noch heute erinnert der Pastor-Gode-Weg an den Gründer des Naturparks. Er führt nach Wilsede am Fuße des Berges. Der Ort ist noch ein echtes Dorf. Nicht einmal 50 Menschen leben hier. Doch im August geht es in dem kleinen Ort rund, denn dann blüht die Heide. Um das zu sehen, kommen viele Menschen in das beschauliche Dörfchen am Berg. Dann können es auch schon mal 10.000 Besucher am Tag werden. Aber hier gibt es noch mehr zu sehen. Das Heidemuseum ist eines der ältesten Freilichtmuseen in Deutschland. Schon 1907 versetzten Heimatforscher den 1742 erbauten Heidehof von Hanstedt nach Wilsede. Besucher können hier nachvollziehen, wie die „Heidjer“ zu der damaligen Zeit gelebt und gearbeitet haben.

 

 

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