Sven Teschke, Hanau-Wilhelmsbad_-_Burgruine_-_8452, CC BY-SA 3.0 de



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A66.

Wilhelmsbad Historischer Kurpark
Besucherinformationszentrum Staatspark Wilhelmsbad
Parkpromenade 7
63454 Hanau

(0)6181 90 65 090

https://www.schloesser-hessen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelmsbad
erstellt:
21.06.2020
aktualisiert:
02.11.2023
Die Geschichte des heute zu Hanau gehörenden Wilhelmsbades beginnt wie im Märchen. Es waren einmal zwei Kräuterweiblein. Die gingen im Jahre 1709 auf die Suche nach Kräutlein. Und dabei fanden sie einen Quell, dessen Wasser sie auf ganz besondere Weise erquickte. Ein gräflich-hanauischer Rat und Leibmedicus sprach dem Wasser heilsame Wirkung zu. Die Quelle wurde als „guter Brunnen” gefasst und war bald im weiten Umkreis bekannt. 1777 begann man mit dem Bau von Kuranlagen. Damals regierte in Hessen Erbprinz Wilhelm IX. Nach ihm ist die Kuranlage benannt. Der Erbprinz hatte nicht nur eine ausgeprägte Bauleidenschaft. Er war auch in Geldsachen äußerst geschickt. Den Bau finanzierte er durch den „Verleih“ von Soldaten an den englischen König. Schließlich war dem Erbprinzen auch klar, dass er nur dann eine große Zahl von Besuchern anziehen konnte, wenn er auch für deren Unterhaltung sorgte. So ließ er die Umgebung der Kurgebäude in einen englischen Landschaftspark mit zahlreichen Attraktionen verwandeln. Das Konzept ging auf. Von 1780 bis 1860 „brummte“ es in Wilhelmsbad. Doch dann begann der „gute Brunnen“ leider nur noch zu tröpfeln. Die Quelle versiegte. Und mit ihr versank Wilhelmsbad allmählich in einen fast hundertjährigen Dornröschenschlaf, aus dem es erst 1960 wieder geweckt wurde. Die gesamte Anlage wurde restauriert und gilt seitdem als das besterhaltene Beispiel einer Kur- und Badeanlage des 18. Jahrhunderts in Deutschland.

 

 

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