Andreas Schmidt, Schloss_Hubertusburg,_Wermsdorf,_Sachsen,_Deutschland, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A14.
Wermsdorf Schloss Hubertusburg
Schloss Hubertusburg
Hubertusburger Str.
04779 Wermsdorf
info@wermsdorf.de
+49 (0) 3 43 64/ 81 13 2
https://www.hubertusburg-wermsdorf.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertusburg
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https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertusburg
erstellt:
14.07.2017
aktualisiert:
16.11.2023
Wer gern geräumig wohnt und es sich leisten kann, baut sich ein Haus. Für alle, die es besonders großzügig mögen und über das nötige Kleingeld verfügen, empfiehlt sich ein eigenes Schloss. Ein solches hatte August der Starke von Sachsen zwar schon in der Residenzstadt Dresden stehen. Was ihm aber noch fehlte, war ein standesgemäßes Jagdschloss. Denn das ältere Renaissancegebäude, das bis dahin in Wermsdorf bei Oschatz für die Beherbergung der Jagdgesellschaften existierte, war ihm inzwischen viel zu klein geworden. Er gab daher zum Hubertusfest am 3. November 1721 den Auftrag, für sich und seinen Sohn, August III. ein neues Jagdschloss errichten zu lassen. Als dieser im Jahr 1733 den Thron bestieg, erschien ihm jedoch selbst die neu errichtete Hubertusburg noch nicht groß und prächtig genug. Er war ja nicht nur Kurfürst von Sachsen, sondern auch König von Polen und Großherzog von Litauen. Außerdem ein begeisterter Jäger, der mitsamt seinem Hofstaat möglichst viel Zeit in Wermsdorf verbringen wollte. Aus diesem Grund betraute er seinen Oberlandesbaumeister Johann Knöffel mit dem Umbau und der Erweiterung des Schlosses. Nach mehrjähriger Bautätigkeit war die neue Vierflügelanlage im Jahr 1752 endlich vollendet und zugleich das größte und prunkvollste Jagdschloss Europas. Sehr lange daran erfreuen konnte sich August III. jedoch nicht. Nur vier Jahre nach der Fertigstellung begann der Siebenjährige Krieg, in dessen Folge das Schloss von den Preußen geplündert wurde. Alles was nicht niet- und nagelfest war, wurde dabei entfernt: vom kupfernen Dach, über wertvolle Möbel und Kunstgegenstände, bis hin zu Türklinken und Fenstern. Lediglich die Rokoko-Hofkapelle blieb von der Plünderungsaktion verschont. Sie ist daher auch der Teil des Schlosses, der Besuchern den authentischsten Eindruck der ehemaligen Pracht vermittelt. Die Kapelle und einige Teile der Anlage können heute im Rahmen von angemeldeten Führungen besichtigt werden.
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