josef knecht, Grube_Messel,_Weltnaturerbe_-_panoramio_(1), CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5 und der A67.
Weltnaturerbe Grube Messel
Weltnaturerbe Grube Messel
Rossdörfer Straße 108
64409 Messel
service@welterbe-grube-messel.de
+49 (0) 61 59/ 71 75 90
http://www.grube-messel.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Grube_Messel
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https://de.wikipedia.org/wiki/Grube_Messel
erstellt:
13.01.2017
aktualisiert:
05.10.2023
Eigentlich wäre das Urpferdchen aus der Grube Messel fast auf dem Müll gelandet. Die Grube in der Nähe der Gemeinde Messel war lange Zeit Abbaugebiet von Ölschiefer. Im Rahmen dieses Abbaus wurden schon 1884 die ersten Versteinerungen gefunden. Durch ein Jahrhundert Tagebau entstand eine fast ein Kilometer breite Senke. Als 1971 der Schieferabbau eingestellt wurde, wollte der Hessische Landtag aus der Grube eine Müllkippe machen. Und das, obwohl die dort gefundenen Versteinerungen weltweit für Aufsehen gesorgt hatten. Erst einer Messeler Bürgerinitiative gelang es auf dem zähen Weg durch die Gerichte, die Müllkippe zu verhindern. Eine Arbeit, die 1995 von der UNESCO belohnt wurde, indem sie die Grube Messel zum Welterbe erklärte. Denn die dort gefundenen Fossilien sind wirklich einzigartig. Das betrifft nicht nur die hohe Zahl der Funde, sondern auch ihre Qualität. Neben Versteinerungen von Pflanzen sind vor allem die Tierfossilien spektakulär. Während man sonst oft nur ein paar Knochen oder Zähne findet, haben sich in der Grube Messel viele vollständige Skelette samt Haut und Haaren erhalten. Bei einigen Tieren kann man sogar noch die Reste ihrer letzten Mahlzeit erkennen. Besonders aufregend sind die versteinerten Urpferdchen. Bei manchen trächtigen Muttertieren kann man die Föten im Leib ausmachen. Viele Insekten schillern noch heute so prächtig wie vor Millionen von Jahren. Bislang konnten mehrere hundert Arten unter anderem aus den Gattungen Pflanzen, Fische, Amphibien und Säugetiere in der Grube Messel identifiziert werden.
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