Elke Wetzig (Elya), Kloster_Maulbronn_2009, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A8.

Weltkulturerbe Kloster Maulbronn
Kloster Maulbronn
Klosterhof 5
75433 Maulbronn
info@kloster-maulbronn.de

070 439 266 10

https://www.kloster-maulbronn.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Maulbronn
erstellt:
24.03.2017
aktualisiert:
10.10.2023
Ein Esel, genauer gesagt ein Maultier, spielte bei der Gründung des Klosters Maulbronn eine wichtige Rolle. Das behauptet zumindest eine Legende aus dem 12. Jahrhundert. Um einen Ort für ihr neues Kloster zu finden, packten Zisterziensermönche einem Maultier einen Sack Geld auf den Rücken. Dann gaben sie ihm einen Klaps und schauten, wohin es sie führen würde. Als das Tier an einer Quelle stehen blieb und trank, sahen die Mönche darin ein Zeichen. Sie wählten die Stelle für ihr Kloster und nannten es „Maulbronn“. Noch heute erinnern der „Eselsbrunnen“ und das Stadtwappen an diese Begebenheit. Ob es mit dem „Goldesel“ zu tun hatte oder nicht – seit seiner Gründung stand das Kloster unter einem guten Stern. Es wurden landwirtschaftliche Mustergüter angelegt, von denen der Abt selbstbewusst behauptete: „Unsere Weinfässer sind größer als die Wohnungen der ägyptischen Mönche und unsere Fruchtspeicher geräumiger als ihre Klöster.” In den nächsten vier Jahrhunderten gab es in Maulbronn aber nicht nur genug zu Essen: Die Mönche schufen ein geistiges Zentrum, das im Mittelalter in religiöser, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht eine wichtige Rolle spielte. 1504 fiel das Kloster an Württemberg. Herzog Christoph richtete in Maulbronn eine Schule ein, die jahrhundertelang große Bedeutung besaß. Bedeutende Köpfe wie Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Herman Hesse besuchten sie. 1993 wurde Kloster Maulbronn als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen