Gerd W. Zinke, Bergstraße(gwz), CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5.
Weinland Badische Bergstraße
erstellt:
13.01.2017
aktualisiert:
04.10.2023
„Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden.“ Das soll der Habsburger Kaiser Josef II. gesagt haben, als er in seiner Kutsche die Badische Bergstraße entlang in Richtung Wien fuhr. Und er hatte Recht: Hier in Baden ist das Klima besonders mild. Wegen des guten Wetters wird die Region auch als "Riviera Deutschlands" bezeichnet. Nicht nur die hier lebenden Menschen wissen das zu schätzen, besonders die hier arbeitenden Winzer freuen sich über die Sonnenstunden. Die badische Bergstraße gehört nämlich zum Weinanbaugebiet Baden. Es ist nach Rheinhessen und der Pfalz das Drittgrößte in Deutschland. Hier wird vor allem Riesling angebaut, eine der hochwertigsten und gleichzeitig beliebtesten Rebsorten. Die Tradition der Winzer reicht bis weit in die Geschichte zurück: vor 2.000 Jahren sollen schon die Römer Trauben zu Wein verarbeitet haben. Ganz sicher sagen kann man das allerdings nicht, der Weinanbau auf der Bergstraße tauchte nämlich erst im achten Jahrhundert nach Christus das erste Mal in schriftlichen Aufzeichnungen auf. Neben Wein hat die Region aber auch noch anderes zu bieten. Die Gegend wird vor allem von alten Burgen und Schlössern geprägt. Die Strahlenburg in Schriesheim beispielsweise ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auch die malerische Altstadt Heidelbergs ist ein Touristenmagnet. Es müssen aber nicht immer nur die großen Städte sein, die einen Besuch wert sind. Gerade die umliegenden Dörfer haben ihren Reiz. Diverse Winzer haben dort nämlich ihre sogenannten Kranzwirtschaften. Auf ihren Gütern schenken sie selbstgemachten Wein aus, dazu werden regionale Speisen gereicht. In Baden ist das ganz typisch der Bibbeliskäs, eine Art Kräuterquark.
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