Tilman2007, Schmerlenbach,_Klosterkirche-003a, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Wallfahrtskirche Schmerlenbach
Pfarrei St. Agatha
Schmerlenbach
Schmerlenbacher Str. 8
63768 Hösbach
pfarrei.schmerlenbach@bistum-wuerzburg.de

+49 (0) 60 21/ 4 51 26 56

http://www.wallfahrtskirche-schmerlenbach.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Schmerlenbach
erstellt:
28.11.2016
aktualisiert:
21.11.2022
„Du guckst wie die Muttergottes von Schmerlenbach". Das bekommt man in Bayern zu hören, wenn man besonders leidend dreinschaut. Der Ausspruch bezieht sich auf den Gesichtsausdruck des gotischen Gnadenbildes in der Wallfahrtskirche in Schmerlenbach. Die 30 cm hohe gotischen Pieta ist um 1380 entstanden. Das konnte nach ihrer Restaurierung festgestellt werden. Gegründet wurde das ehemalige Frauenkloster der Benediktinerinnen bereits um 1218. Unter dem Schutz des Adelgeschlechts der Kugelnberger gedieh das Kloster prächtig, nach dem Erlöschen der Linie Mitte des 13. Jahrhunderts war es jedoch dem willkürlichen Treiben von Adel und Kirche ausgesetzt. Nach Reformation, Bauernkrieg und zum Ende des Dreißigjährigen Krieges herrschte in Franken wieder ein baufreudiges Klima. Das Kloster erhielt zusätzliche Gebäude. Unter der letzten Äbtissin wurde der Nonnenkonvent jedoch in der Säkularisierung 1803 aufgelöst. 150 Jahre verfiel das Gebäude, bis der Komplex 1982 in das Eigentum der Diözese Würzburg überging. 1985 wurde ein Bildungs- und Exerzitienhaus eröffnet. Und das Mitleid heischende Mienenspiel der Muttergottes von Schmerlenbach hat es weit gebracht. Seit dem frühen 20. Jahrhundert finden Wallfahrten im Marienmonat Mai zu diesem Gnadenbild statt.

 

 

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