GFreihalter, Sielenbach_Maria_Birnbaum_35, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A8.
Wallfahrtskirche Maria Birnbaum
Wallfahrtskirche Maria Birnbaum
Maria-Birnbaum-Straße 51-53
86577 Sielenbach
maria-birnbaum@deutscher-orden.de
+49 (0) 82 58/ 99 85 23 0
http://www.maria-birnbaum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Birnbaum_(Sielenbach)
Maria-Birnbaum-Straße 51-53
86577 Sielenbach
maria-birnbaum@deutscher-orden.de
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http://www.maria-birnbaum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Birnbaum_(Sielenbach)
erstellt:
27.03.2017
aktualisiert:
07.04.2022
Am Anfang der Geschichte der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum stehen zwei Wunderheilungen. Um das Jahr 1600 haben fromme Christen in einem Weinberg der Gemeinde Sielenbach ein geschnitztes Marienbild aufgestellt. Dieses Bild wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Soldaten in einen Sumpf geworfen. Johann Vogl, der Dorfhirte von Sielenbach, holte das Bild aus dem Sumpf und stellte es in einen hohlen Birnbaum neben der Straße. Ende 1659 dann bewirkte das Bild eine erste Wunderheilung. Einer Frau aus Meran erschien das Bild in dem Birnbaum im Traum. Sie machte sich auf die Suche danach. Und als sie es endlich gefunden hatte, wurden sie und ihr Sohn geheilt. Kurz darauf erlangte eine taubstumme Frau am Baum die Sprache wieder. Das war der Beginn der Wallfahrt zu „Unser Lieben Fraw im Pürnbaum”. Das Gelände, auf dem der Birnbaum mit dem Vesperbild gestanden haben soll, gehörte damals dem Deutschen Orden. Philipp Jakob von Kaltenthal, der zuständige Komtur der Deutschordenkommende, entschließ sich rasch, um den Birnbaum mit dem Bild herum eine große Kirche zu bauen. Schon 1661 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, 1668 wurde sie geweiht. Über 100 Jahre übernahmen die Deutschordenspriester die Seelsorge der Wallfahrer. 1803 sollten Kirche und Wallfahrt dann aufgelöst werden. Die Kirche und die Besucher wurden zu teuer. Doch die Bauern der Umgebung übernahmen beides mit allen Verpflichtungen. Als die Kirche wegen Einsturzgefahr sogar abgerissen werden sollte, setzten die Bauern die teure Reparatur durch. Danach sind neue Mönche in das Kloster eingezogen. Kapuzinermönche lebten dort bis 1984. Seit 1998 ist die Kirche wieder im Besitz des Deutschen Ordens. Und noch immer befinden sich ein Teil des alten Birnbaums und das Gnadenbild im Hochaltar.
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