chrisaliv, 20200618_Mespelbrunn-141, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Wallfahrtskirche Hessenthal
Pfarrhaus Hessenthal
Hessenthaler Weg 1
63875 Mespelbrunn
pfarrei.hessenthal-mespelbrunn@bistum-wuerzburg.de

+49 (0) 60 92/ 2 77

http://www.pfarrei-hessenthal-mespelbrunn.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Wallfahrtskirche_Hessenthal
erstellt:
28.11.2016
aktualisiert:
03.01.2025
Im idyllischen Tal des Flüsschens Elsava liegt Hessenthal, ein kleines Spessartdorf mit gerade mal 2000 Einwohnern. Die Gemeinde ist berühmt für ihre Wallfahrtstradition, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Laut einer Legende nahm die Geschichte ihren Anfang, als eines Tages ein Ritter im Elsavatal unterwegs war. Er begegnete einem frommen Köhler, der ihm christliche Wundergeschichten erzählte. „So gewiss aus diesem Strauch kein Blut fließt, so gewiss gibt es keine Wunder,” rief daraufhin der Ritter aus und hieb mit seinem Schwert mit aller Macht auf einen Haselstrauch ein. Doch als er die Klinge zurückzog, war sie blutig. Im Strauch soll das Bild einer Maria mit Kind gelegen haben. Für dieses Bildnis wurde an Ort und Stelle eine Kapelle errichtet. Als man die Maria eine Weile später in eine andere, größere Kirche brachte, kehrte sie angeblich immer wieder an ihren alten Platz zurück, bis man gelobte, an jedem Pfingstfest eine Prozession zu veranstalten. Dieses Versprechen wird bis heute gehalten: An jedem Pfingstmontag findet eine Herrenbildprozession statt. Dabei wird eine alte Pieta samt Weihegaben mitgetragen. Während des anschließenden Gottesdienstes wird sie vor dem Altar der Wallfahrtskirche aufgestellt. Ein Besuch in der Kirche lohnt schon wegen ihrer bedeutenden Kunstschätze. Zu besichtigen sind eine Kreuzigungsgruppe von Hans Backoffen sowie eine Beweinungsgruppe. Die entstand 1490 und ist eine frühe Arbeit von Tilman Riemenschneider.

 

 

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