DKrieger, Wacholderheide_alendorf_eifel, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf .
Wacholderheiden Aichen
erstellt:
02.02.2021
aktualisiert:
22.01.2025
Heidelandschaften gibt es nur im Norden Deutschlands? Statten Sie doch einmal der kleinen Ortschaft Aichen in der Schwäbischen Alb einen Besuch ab und lassen Sie sich vom Gegenteil überzeugen. Denn hier ist im Laufe der Zeit eine Landschaft entstanden, die so reichhaltig ist, dass sie immer wieder unter Naturschutz gestellt wird. Sie beheimatet eine große Anzahl an bedrohten Tier- und Pflanzenarten und zählt zu den artenreichsten Ökosystemen Europas: die Wacholderheide. Entstanden ist sie, als für die Schafhaltung vor Hunderten von Jahren Wälder gerodet wurden. Die Schafe fraßen die kleinen Triebe der Bäume auf den neu entstandenen Flächen immer wieder auf. Die großen, sonnigen Weiden sollten bald Gräser, Kräuter und Moose beheimaten, die auf dem nährstoffarmen Boden besonders gut gedeihen konnten. Und obwohl die Schafe großen Hunger hatten, ließen sie eine Pflanze stehen: den Wacholder. Der war nämlich viel zu stachelig und schmeckte den Schafen nicht. Über die Jahre entwickelte sich so ein harmonisches Ökosystem, das inzwischen allerdings in Gefahr ist. Durch die immer weniger werdende Schafhaltung in der Schwäbischen Alb holt sich der Wald nach und nach die Landschaft zurück. Deshalb werden Schäfer in der Region inzwischen auch finanziell durch eine EU-Naturschutzrichtlinie unterstützt.
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