Michael Sander, Villa_Esche_Chemnitz, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Villa Esche Henry van de Velde
Villa Esche
Parkstraße 58
09120 Chemnitz
villaesche@ggg.de

+49 (0) 3 71/ 5 33 10 88

http://www.villaesche.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Esche
erstellt:
04.01.2017
aktualisiert:
16.11.2023
Es gibt Menschen, die können einfach nicht genug bekommen. Und es gibt Henry van de Velde, bei dem Nicht-Genug-Bekommen eine ganz neue Dimension erreicht. Der Belgier galt zu Lebzeiten als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils. Zum Ende des 19. Jahrhunderts war er Teil der Gruppe „der Zwanzig“, der auch Auguste Rodin, James Ensor und Paul Signac angehört haben sollen. Man könnte an dieser Stelle also darüber sprechen, welche bedeutenden Werke Henry van de Velde zweifelsohne geschaffen hat – hätte der Nimmersatt es nur dabei belassen. Allerdings muss ihn der Erfolg in der Kunst in seiner Mid-Life-Crisis so gelangweilt haben, dass er sich ein neues Hobby gesucht hat: die Architektur. Die hat er sich einfach selbst beigebracht und von da an gebaut. Und wie in der Kunst hat er auch dort ab dem frühen 20. Jahrhundert Maßstäbe gesetzt. Eines seiner bedeutendsten Gebäude ist die Villa Esche in Chemnitz. Die hat er für seinen Freund Herbert Eugen Esche entworfen. Und das ganz nach den Regeln des Jugendstils, die van de Velde so sicher beherrschte. Nachdem die Familie Esche Chemnitz allerdings in Richtung Schweiz verlassen musste, ist viel in der Villa passiert: Mal war sie ein Wohnhaus, mal Sitz des Ministeriums für Staatssicherheit – oder sie stand einfach leer. Heute befindet sich in der Villa Esche das Henry-van-de-Velde-Museum. Dort kann man originale Einrichtungsgegenstände, Lesungen und Konzerte genießen. Das hat Henry van de Velde allerdings nicht mehr mitbekommen. Gereicht hätte es ihm wahrscheinlich sowieso nicht.

 

 

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