Müller Andreas, Urwaldtour.9jpg, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A1.

Urwald vor den Toren der Stadt
erstellt:
18.05.2021
aktualisiert:
06.08.2024
Ein Urwald vor den Toren der Stadt. Hört sich nach Äquatornähe an? So weit müssen Interessierte gar nicht reisen, denn auch im Saarland ist das Wirklichkeit. 1995 startete der NABU eine bundesweite Kampagne zur Errichtung großflächiger Waldschutzgebiete. Ein Vorhaben, was im Saarland großen Anklang fand. Bald schon errichtete man in Zusammenarbeit das insgesamt 1 000 Hektar große Waldschutzgebiet, das bald den Namen „Urwald vor den Toren der Stadt“ erhalten sollte. Der Grund? Das Naturschutzgebiet liegt mitten im dichtbesiedelsten Raum des Saarlandes, im wahrsten Sinne des Wortes vor den Toren Saarbrückens. Das Waldgebiet soll, neben der Grünflächenerhaltung und dem Schutz der Biodiversität, auch zu einem Umdenken der Beziehung zwischen Mensch und Natur beitragen. Denn: im Gebiet des heutigen Urwaldes wurde früher Bergbau betrieben, man findet alte Holzkohle-Anlagen oder auch Bunker. Das soll heute anders laufen. Möglichst wenig soll eingegriffen werden, der Mensch soll nur noch Beobachter der Natur sein. Das Projekt, das inzwischen 20 Jahre alt ist, findet bei den Saarländern großen Anklang. Nicht umsonst wird der Wald zwischen der viel bebauten Region als „grüne Lunge“ bezeichnet. Die Nähe zur Stadt ermöglicht es, relativ schnell in das Erholungsgebiet zu kommen und zwischen Spechten, Buchen und Eichhörnchen die Seele baumeln zu lassen – fern vom städtischen Lärm und Stress. 20 Jahre Entwicklung sind für einen Wald zwar noch keine lange Zeit, trotzdem lassen sich auch jetzt schon verloren geglaubte Naturformen erkennen, die sich im Urwald formen. Ein echtes Erholungsgebiet – nicht nur für den Menschen, sondern auch für Flora und Fauna.

 

 

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