Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A72 und der A4.
UNESCO Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krusnohori
(+49) 3733/145 350
https://www.montanregion-erzgebirge.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Montanregion_Erzgebirge/Kru%C5%A1noho%C5%99%C3%AD
erstellt:
10.11.2023
aktualisiert:
28.08.2024
Wer hätte gedacht, dass ein Fund aus dem 12. Jahrhundert, noch dazu weit weg von der „Neuen Welt“, einmal eine der wichtigsten Währungen der Welt prägen würde? In der Nähe von Freiberg wurde damals nämlich Silber entdeckt, das vier Jahrhunderte später erstmals zu Silbertalern geprägt werden sollte. Dieses frühkapitalistische Zahlungssystem sollte ein Vorbild nicht nur für den Dollar, sondern über viele Jahrhunderte auch für die Währungssysteme vieler anderer europäischer Staaten werden. Doch die Montanregion Erzgebirge, sowohl auf deutscher als auch auf tschechischer Seite, hat die Welt noch auf ganz andere Weise geprägt als nur durch die Taler aus Silber. Ab der Entdeckung von Silber entwickelte sich die Region zu einem Weltzentrum für Bergbau und der wissenschaftlichen Beschäftigung damit. Sehen kann man das heute an der ältesten noch bestehenden Bergakademie, die einst Wissenschaftler wie Abraham Gottlob Werner oder Alexander von Humboldt beherbergte. Sogar bis nach China sollten die Auswirkungen des Erzgebirges zu spüren sein. Denn das berühmte chinesische Porzellan brauchte seine blaue Farbe. Bis zum 18. Jahrhundert war das Erzgebirge europäischer Marktführer für Kobaltblau, mit dem nicht nur chinesische Kunst hergestellt wurde, sondern auch das venezianische und böhmische Glas und nicht zuletzt das Meißner Porzellan. Noch heute kann man an vielen Stellen des Erzgebirges die Hinterlassenschaften dieser Blütezeit sehen, sei es an Bergbaustätten, bei Wasserwirtschaftssystemen oder an den unzähligen Schienen. Seit 2019 ist die Region deshalb auch UNESCO-Welterbe.
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