Matthias Böhm, Archäologisches_Bodendenkmal_Haithabu_in_der_Gemeinde_Busdorf_im_Kreis_Schleswig-Flensburg_in_Schleswig-Holstein_B1, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

UNESCO-Welterbe Haithabu und Danewerk
Danewerk Museum
Ochsenweg 5
24867 Dannewerk
info@danevirkemuseum.de

+49 (0) 46 21/ 3 78 14

http://www.danevirkemuseum.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Haithabu
erstellt:
23.02.2017
aktualisiert:
30.11.2023
Am Namen erkennt man es schon, hier verlief einst eine Grenze. Getauft haben die Dänen die Grenzanlage, nämlich Danevirke. Auf Deutsch heißt es Danewerk. Zwischen Hollingstedt und Haithabu, dem heutigen Schleswig, verlief die Befestigung auf ungefähr 30 Kilometern. Im Osten war die Grenze durch die Schlei geschützt, während im Westen Treene und Eider einen Angriff aus dem Süden erschwerten. Die Dänen hatten die Anlage hochgezogen, um sich vor Überfällen zu schützen. Aber das ist schon eine ganze Weile her, das Danewerk hat eine lange Geschichte. Am Ende ließ Dänenkönig Waldemar der Große eine Mauer aus Backsteinen aufmauern, die sieben Meter hoch war. Darin gab es auch einen Wehrgang. Hinter der Mauer erstreckte sich ein 30 Meter breiter Wall. Die so genannte Waldemarsmauer entstand Mitte oder Ende des 12. Jahrhunderts. Reste davon sind in der Nähe des Danewerk-Museums zu sehen. Angefangen hatte alles viel früher. Den allerersten Vorgänger bauten die Dänen schon um 740. Sie wollten sich gegen die Sachsen und Slawen schützen. Damals war der Wall zwei Meter hoch und etwa zwölf Meter breit. Angreifer bekamen zuerst eine Holzpalisade zu sehen, die die Befestigung verstärkte. In der ganzen Anlage gab es nur ein Tor. Irgendwann verschob sich die Grenze und das Danewerk verlor seine militärische Bedeutung und es begann zu verfallen. Viel später bekam diese Grenze erneut Bedeutung. Im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 bauten die Militärs entlang des Danewerks neue Befestigungsanlagen. Doch das ist zum Glück lange her, heute verständigt man sich hier lieber in zwei Sprachen.

 

 

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