Carsten Janssen, Fagus_Gropius_Hauptgebaeude_200705_wiki_front, CC BY-SA 2.0 de
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.
UNESCO-Welterbe FAGUS-WERK in Alfeld
UNESCO-Welterbe Fagus-Werk
Hannoversche Straße 58
31061 Alfeld (Leine)
05181 790
https://www.fagus-werk.com/de/unesco-welterbe/fagus-werk/
https://de.wikipedia.org/wiki/Fagus-Werk
Hannoversche Straße 58
31061 Alfeld (Leine)
05181 790
https://www.fagus-werk.com/de/unesco-welterbe/fagus-werk/
https://de.wikipedia.org/wiki/Fagus-Werk
erstellt:
17.05.2021
aktualisiert:
25.04.2024
Mit dem Namen Walter Gropius werden etliche Orte verbunden. Weimar, Dessau, Berlin – der Bauhaus-Gründer hat in ganz Deutschland und weit darüber hinaus sein Erbe hinterlassen. So viele Namen einem auch zu dem berühmten Architekten einfallen, so wenige Menschen haben im Zusammenhang mit Gropius wahrscheinlich schon einmal von Alfeld an der Leine gehört. Dabei ist es genau dieser Ort, an dem Gropuis Karriere erst so richtig anfing. Bis heute steht hier nämlich das Gebäude, das die sogenannte „Moderne Architektur“ einläuten sollte und was Walter Gropius zu internationalem Ansehen verhalf: das Fagus-Werk. 1911 erteilte der Unternehmer und Gründer des Schuhleistenwerkes, Carl Benscheidt, Gropius den Auftrag, ein modernes Fabrikgebäude zu entwerfen, das den neuen Anforderungen der Industrialisierung entsprach. Gropius konnte dabei auf einen schon teilweise realisierten Entwurf des Architekten Eduard Werner zurückgreifen. Was zu diesem Zeitpunkt noch nicht stand, war die Fassade. Und die Fassade sollte auch der Punkt sein, der später als Wendepunkt in der Architekturgeschichte betrachtet wurde. Wo vorher die Ecken von Gebäuden nämlich immer sehr massiv gestaltet wurden, setzte Gropius nur auf ein einziges Material: Glas. Sogenannte Vorhangfassaden wurden geschaffen, später nannte man diesen Stil „Skelettbauweise“. Gropius versuchte, das Arbeitsumfeld der zugehörigen Arbeit anzupassen. In der Werkstatt brauchte es also viele Fenster, um optimal arbeiten zu können. Und die Strategie funktioniert: Auch heute noch wird im Fagus-Werk gearbeitet, wenn auch an unterschiedlichen Fronten. Zur Fabrik ist zusätzlich ein UNESCO-Besucherzentrum hinzugekommen. Besucher werden Zeitzeugen einer der wichtigsten Gebäude in der Zeitgeschichte moderner Architektur.
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