Matthias Süßen, Treene-Mäander-msu-2021-2111-, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.

Treenetal
Tourist-Information
Gebietsgemeinschaft Grünes Binnenland e.V.
Dorfstraße 8
24963 Tarp
info@gruenes-binnenland.de

+49 (0) 46 38/ 89 84 04

http://www.treeneland.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Treene
erstellt:
23.02.2017
aktualisiert:
30.11.2023
Im Westen ist ein Meer und im Osten auch. Das Bundesland Schleswig-Holstein ist meerumschlungen. Im Treenetal, im Herzen Schleswig-Holsteins, ist dagegen weit und breit kein Meer zu sehen. Schön ist es aber trotzdem. Es ist ein echter Geheimtipp im Binnenland. Eine Wanderung beginnt am besten in Mundwolstrup. Nach der Besichtigung eines 5000 Jahre alten Grabes im Arnkiel Park, führt der Stapelholmer Weg an der Treene entlang bis nach Süderstapel. Aber auch mit dem Fahrrad kann es durch die hügelige Landschaft gehen. Und später kann auch aufs Boot umgestiegen werden. Beim gemütlichen Paddeln durch die Flussauen freuen sich Kinder, wenn ein Storch auffliegt oder sie einen Fischotter beobachten können. Das Treenetal beherbergt aber auch Knäkente und Wespenbussard. Beides sind bedrohte Tiere, die sich hier noch wohl fühlen. Auch viele Pflanzen, die woanders gefährdet sind, finden hier ein Zuhause. Dazu gehören zum Beispiel Arnika, Wundersegge oder das Knabenkraut, eine gefleckte und breitblättrige Orchidee. Das Betrachten der Landschaft wird nie langweilig. Denn steile Hänge wechseln sich mit Moorsenken und kleinen Seen ab. Dass das Tal so abwechslungsreich ist, liegt an der Entstehungszeit. Die letzten beiden Eiszeiten haben es so einzigartig geformt. Ein entstandener Fluss hat dem Tal seinen Namen gegeben. Die Treene mündet dabei in die Eider. Hier hatten die Flensburger Kaufleute einst Stapelplätze für ihre Waren eingerichtet, die sie entlang des Flusses beförderten. Daher kommt auch der Name des Wanderpfades: Stapelholmer Weg. Ein kräftiges „Mäh“ sollte dabei aber niemanden erschrecken. Denn zusammen mit ihrer Schäferin arbeiten hier 200 Moorschnucken bei Wind und Wetter als Landschaftspfleger. Sie sorgen dafür, dass in Heide und Moor keine Bäume wachsen. Damit können sich andere Pflanzen entwickeln. Der aktuelle Standort der Schafherde ist auch im Internet zu erfragen. Die Moorschnucken bekommen sogar Geld vom Staat, denn der fördert das Naturschutzprojekt „Obere Treenelandschaft“. So wird ein Tag im Treenetal unvergesslich bleiben, egal ob es per Pedes, Paddel oder Pedal erobert wurde.

 

 

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