Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Thüringer Holzland
Eisenberg Information
Markt 26
07607 Eisenberg
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erstellt:
06.01.2017
aktualisiert:
09.11.2023
Nicht schlecht, Herr Specht. Im Thüringer Holzland dreht sich alles ums Holz. Das Gebiet zwischen Hermsdorf, Eisenberg und Stadtroda ist seit jeher berühmt für seinen Holzreichtum. Entsprechend fand man hier früher Berufe wie den Leitermacher, den Pechschmied oder den Muldenhauer, der aus groben Holzblöcken Mulden genannte Gefäße für Fleischer, Bäcker und Bauern machte. Der Beruf ist mittlerweile fast völlig unbekannt – und beinahe ausgestorben. Einen einzigen Muldenhauer gibt es heute noch, in Bad Klosterlausitz. Typisch im Thüringer Holzland war auch der Beruf des Köhlers, heute ebenfalls fast ausgestorben. In Meusebach kann man noch einen Köhler bei der Arbeit beobachten – der Herstellung von Braunkohle. Heute ist das Holzland vor allem Naherholungsgebiet der Region Ostthüringen. Herrlich lässt es sich wandern durch den Zeitzgrund oder das Eisenberger Mühltal. Die meisten alten Mühlen sind heute Gaststätten, die Wanderwege gut ausgebaut und beschildert. Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen ist Hermsdorf, direkt am gleichnamigen Autobahnkreuz von A4 und A9. Aber auch ein Besuch in Stadtroda lohnt sich auf der Reise durchs Holzland: Die liebenswerte Stadt ist voller romantischer Winkel – und einigen Quellen zufolge soll hier 1480 der berühmt-berüchtigte Dr. Faust geboren worden sein. Im Zisterzienserkloster der Stadt finden regelmäßig Konzerte statt und am Roten Tor alle zwei Jahre im Herbst das Rote-Tor-Fest. Das Stadtfest erinnert an eine Sage, nach der im 15. Jahrhundert eine Möhre als Riegel des Stadttors herhalten musste – und von einer Ziege gefressen wurde. Und so muss auch noch heute eine Ziege den Mohrrüben-Riegel auffressen, bevor sich das Tor öffnet und das Fest beginnen kann.

 

 

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