Paulae, Heinrich_Cotta_Büste, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.
Tharandter Wald
Tourismusbüro Stadt Tharandt
Schillerstraße 5
01737 Tharandt
post@tharandt.de
+49 (0) 3 52 03/39 50
https://www.tharandt.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Tharandter_Wald
Schillerstraße 5
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+49 (0) 3 52 03/39 50
https://www.tharandt.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Tharandter_Wald
erstellt:
04.01.2017
aktualisiert:
15.11.2023
Willkommen im vielleicht schönsten Wald Sachsens. Schon die Maler der Romantik suchten und fanden ihre Motive im Naturparadies des Tharandter Waldes. Das ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet erstreckt sich über 60 Quadratkilometer zwischen Freiberg und Dresden. Zu Fuß lässt sich die Region besonders gut erkunden: Über 200 Kilometer ausgeschilderte Wanderrouten führen durch die idyllischen Fichtenwälder. Einige dieser Wege waren früher Poststraßen. Im Rahmen der Aktion „Poststraßen erleben“ kann man diese Strecken heute nachreisen: Per pedes, mit dem Rad, hoch zu Ross oder sogar in originalgetreuen Postkutschen. Zum Glück droht den Reisenden im Tharandter Wald heute keine Gefahr mehr. Das war vor dreihundert Jahren noch ganz anders: Damals bot der Wald einen idealen Unterschlupf für berüchtigte Räuberbanden, die sich in unterirdischen Gängen und Höhlen versteckten. Laut einer Sage soll sich mitten im Wald – genau am geografischen Mittelpunkt des heutigen Sachsens – noch heute ein verschüttetes Diebesversteck mit Schätzen befinden. Der Forstmann Heinrich Cotta gilt als „Vater“ des Tharandter Waldes. Er verhalf dem Areal in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu seiner forstwirtschaftlichen Bedeutung. Unter anderem gründete er die Forsthochschule in Tharandt und den Forstbotanischen Garten. In diesem Garten, unterhalb des Zeisigsteines, befindet sich das älteste Jagddenkmal des Waldes. Die stark verwitterten Sandsteinfiguren, die einen Jäger und einen Bären darstellen, stammen wohl aus dem 16. Jahrhundert. Die Lage des Tharandter Waldes in einem alten vulkanischen Kessel lädt auch zu geologischen Entdeckungstouren durch Schluchten und Täler ein. Mitten im Wald kann man sogar auf Schatzsuche gehen. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurde hier in zahlreichen Stollen nach Silbererz gegraben. Die mühsame und gefährliche Arbeit der Bergleute kann man heute im Besucherbergwerk „Aurora Erbstolln“ bei Dorfhain besichtigen. Der Rundgang dauert 35 Minuten und wer weiß: Vielleicht funkelt bei einer Tour unter Tage irgendwo noch etwas Silber im Gestein.
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