D. Herdemerten Hannibal21, Martbergtempel, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A48.

Tempelanlage Martberg/Pommern
Tourist-Information Treis-Karden / DB-Agentur
St. Castor-Str. 87
56253 Treis-Karden
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0 26 72 - 915 77 00

https://www.treis-karden.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Martberg
erstellt:
30.09.2020
aktualisiert:
23.10.2023
Pommern liegt an der Mosel und nicht am Meer. Es hat auch nur 600 Einwohner und ist nur 566 Hektar groß, aber auf dieser Fläche ist es reich an Zeugnissen aus keltischer und römischer Zeit. Der Martberg ist der Hausberg von Pommern und auf dessen Plateau gab es schon zur Jungsteinzeit, also circa 4000 v.Chr., aber auch in der Bronze- und Eisenzeit Siedlungen. Zusammen mit dem Hüttenberg bildet er eine Hochfläche mit steil abfallenden Hängen. Ideal für eine befestigte Höhensiedlung. Die Kelten haben hier im letzten Jahrhundert vor Christus, eine große Befestigungsanlage gebaut. Sie war mit einer circa fünf Kilometer langen Holz-Stein-Erde-Mauer umgeben und bot Schutz für ungefähr 5000 Menschen. Als Hauptstadt der östlichen Treverer, so wurden die Kelten hier genannt, war das Oppidum Zentrum der Verwaltung. Unter einem Oppidum versteht man eine befestigte, stadtartig angelegte Siedlung der La-Tène-Zeit, der späten Eisenzeit. Die Römer tolerierten die religiösen Bräuche unterworfener Völker, und so blieb die mächtige Tempelanlage, die die Treverer dem Gott „Lenus“, ihrem Kriegsgott, geweiht hatten, erhalten. Sie wurde im 1. und 2. Jahrhundert erheblich erweitert, und die neuen Herrscher verehrten hier ihren Kriegsgott „Mars“. Die Tempelanlage bescherte den Bewohnern Reichtum, besonders durch die Herstellung von Opfergaben. Im Stiftsmuseum St. Castor in Karden können Fundstücke aus Ausgrabungen besichtigt werden.

 

 

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