Gerd W. Zinke, Strahlenburg2(gwz), CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5.
Strahlenburg Schriesheim
Stadt Schriesheim
Friedrichstraße 28-30
69198 Schriesheim
zentrale@schriesheim.de
06203/602 - 0
https://www.schriesheim.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenburg
Friedrichstraße 28-30
69198 Schriesheim
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https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenburg
erstellt:
13.01.2017
aktualisiert:
05.10.2023
Gegründet wurde Schriesheim vermutlich von den Franken, die im 6. Jahrhundert in das Gebiet einwanderten. Später gehörte die Stadt dann dem Kloster Ellwangen. Das Kloster musste allerdings die sogenannten „Vogteirechte“ dem Herren von Strahlenberg übertragen. Vögte waren so etwas wie die Beamten des Mittelalters: Kaiser, Könige, Bischöfe oder Äbte setzten Vögte als Vertreter ein, um die Rechtsgewalt über eine Stadt oder ein Heer auszuüben. Klöster waren sogar dazu gezwungen, solche Vertreter zu engagieren. Als kirchliche Einrichtungen war es ihnen nicht erlaubt, unmittelbar im weltlichen Geschehen mitzumischen. Mit den Herren von Strahlenberg hatte sich der Abt von Ellwangen allerdings schlechte Vögte herausgesucht. Sie versuchten den Besitz des Klosters in ihre Gewalt zu bringen – damals keine Seltenheit. Um seinen Anspruch durchzusetzen baute Conrad I. von Strahlenberg 1235 oberhalb von Schriesheim die Strahlenburg. Der Ellwanger Abt ließ sich diesen Übergriff nicht gefallen. Empört wandte er sich an Kaiser Friedrich II. und bat ihn um seine Unterstützung. Dieser gab dem Abt Recht – und Conrad bekam Schwierigkeiten: Der Kaiser belegte ihn zur Strafe mit einer „Reichsacht“ und nahm ihm damit alle Bürgerrechte. Um die Strafe aufzuheben, zog Conrad freiwillig mit Friedrich II. in den Krieg. Der Kaiser aber vergab ihm nicht. Schließlich arrangierten sich Conrad und der Abt. Der Herr von Strahlenberg durfte Burg und Stadt als Lehen behalten. Bald darauf war der dreiste Adlige offenbar wieder ganz obenauf. Er baute sich sogar noch eine zusätzliche Ausweichresidenz in Schriesheim selbst. Es war der sogenannte Stadthof, der heute noch als „Grabersches Haus“ erhalten und sogar bewohnt ist.
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