Markus Hassler, Öhringen_stiftskirche-schloss, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A6.
Stiftskirche Öhringen
Stiftskirche Öhringen
Marktpl. 21
74613 Öhringen
info@stiftsbasilika.de
+49 (0) 60 21/ 2 24 20
http://www.oehringen.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftskirche_%C3%96hringen
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74613 Öhringen
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erstellt:
24.01.2017
aktualisiert:
11.10.2023
Im Mittelalter gibt es nur selten eine Geschichte, die mit einer Frau beginnt. Die, über die Stiftskirche Öhringen findet aber ihren Anfang mit Adelheid. Sie ist die Mutter von Kaiser Konrad II. und gründete den Chorherrenstift zu Öhringen im 11. Jahrhundert. Damals ist es noch eine katholische Pfarrkirche gewesen. Dort wollte die Kaisermutter dann auch begraben werden. Und da Öhringen sich zur größten und bedeutendsten Stadt in der Region Hohenlohe entwickelt hatte, ließen sich auch zahlreiche andere Adelige in der Krypta begraben. Die kirchliche Gemeinde ist durch ihre Gönner zu beachtlichem Reichtum gekommen. Und der Chorherrenstift vergrößerte sich im 15. Jahrhundert. Die alte Pfarrkirche hatte ausgedient. In nur 40 Jahren wurde eine dreischiffige Hallenkirche gebaut. Sie sollte angemessen als „fürstliche“ Stiftskirche sein. Doch lange blieb es nicht mehr, das Chorherrenstift zu Öhringen. Denn die Reformation hat sich auch in der hohenloheschen Region verbreitet. Für den Chorherrenstift wurde deswegen unter anderem Caspar Huberinus angestellt. Auf der einen Seite haben sie einen akademisch gebildeten Prediger gesucht. Auf der anderen Seite ist Huberinus ein Schüler des Reformators Luther gewesen. Kurz danach bekannten sie sich komplett zur evangelischen Kirche. Und damit verbunden wurden alle Kirchen der Region reformiert. Deswegen ist ein Besuch heute so interessant. Nicht nur die ehemaligen Wohnsitze der Stiftsherren erinnern an vergangene Zeiten. Auch die Fachwerkhäuser, das Rathaus und der Marktplatz laden zu einem Stadtbummel durch die bewegende Geschichte ein. Dabei sollte man auch einen Blick auf das Schloss werfen. Als die Fürsten von Hohenlohe im 17. Jahrhundert ihre Residenz nach Öhringen verlegten, ließen sie es erbauen. Sie sind seit den Vereinbarungen im sogenannten Öhringer Weistum die Herren der Stadt. 1253 sind in dem Vertrag alle wichtigen Einzelheiten in der Beziehung zwischen Stadt und Fürsten festgehalten worden. Ohne Adelheid, der Mutter von Kaiser Konrad II. hätte Öhringen aber wahrscheinlich niemals so einen Bekanntheitsgrad erhalten.
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