An-d, Kloster_Rühn_2014_2, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A20.
Stiftskirche Bützow & Kloster Rühn
Kloster Rühn
Klosterhof 1
18246 Rühn
info@klosterverein.de
+49 (0) 3 84 61/ 59 10 70
http://www.klosterverein-ruehn.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_R%C3%BChn
Klosterhof 1
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https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_R%C3%BChn
erstellt:
15.10.2017
aktualisiert:
05.12.2023
In der Zeit zwischen dem Mittelalter und der Renaissance ist es nicht ungewöhnlich gewesen, das einer der fürstlichen Kinder zum Bischof geweiht wurde. Die Kirche war schließlich noch eng mit den regierenden Adelshäusern verbunden. Im vierzehnten Jahrhundert jedoch, hat sich eine Adelsfamilie in Schwerin ein persönliches und religiöses Denkmal gesetzt. Im gesamten Jahrhundert ist es nämlich dazu gekommen, dass die Familie Bülow vier Bischöfe für das Bistum Schwerin stellen konnte. Selbst für damalige Verhältnisse ist das allein schon eine Leistung. Allerdings wollte die Familie nicht nur in den Geschichtsbüchern stehen. Friedrich der Zweite von Bühlow, selbst ein Bischoff in Schwerin, wollte in der Hauptresidenz des Bistums eine Domkirche bauen. Denn Bützow hatte damals noch kein passendes Gotteshaus als Hauptresidenz. Die Bischöfe mussten deswegen noch auf andere Gotteshäuser zurückgreifen. Zum Beispiel in das nur fünf Kilometer entfernte Kloster von Rühn. Es stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert und wurde von den Bischöfen Schwerins ins Leben gerufen. Auch dort rankt sich eine Legende um die Familie Bühlow. Eine Nonne habe sich in einen der Söhne Bülows verliebt. Über einen Geheimgang ist der Sohn zu seiner Geliebten gelangt. Einige Male haben sie sich heimlich getroffen, bis eine der anderen Nonnen sie erwischt hat. Unter Tränen gestand sie dem Bischof zu Bülow, einem Onkel ihres Geliebten, dass sie nicht länger im Kloster leben wolle. Um die anderen Nonnen abzuschrecken, musste sie ihren Frevel jedoch mit Leben bezahlen. Und als ihr Geliebter von der Strafe erfuhr und er sie retten wollte, wurde auch er während des Einbruchs ins Kloster getötet. Beide Gotteshäuser können bis heute noch besucht werden. Sie wurden bereits einige Male renoviert, aber bezeugen dennoch den Einfluss und die Geschichte der Schweriner Bischöfe. Und der Familie Bülow.
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