Kora27, Naturpark_Kyffhäuser-_Thüringen..IMG_7097WI, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A71.
Steinrinne Bilzingsleben im GeoPark Kyffhäuser
Ausgrabungsstätte Steinrinne Bilzingsleben
06578 Bilzingsleben
steinrinne@googlemail.com
036375 50249
http://www.steinrinne-bilzingsleben.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Geopark_Kyffh%C3%A4user
06578 Bilzingsleben
steinrinne@googlemail.com
036375 50249
http://www.steinrinne-bilzingsleben.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Geopark_Kyffh%C3%A4user
erstellt:
27.06.2020
aktualisiert:
08.03.2024
Homo sapiens, Homo neanderthalensis – diese Menschengattungen werden den meisten etwas sagen. Und wie sieht es aus mit dem Homo erectus? Achtung, wem folgende Homo-Art etwas sagt, der war wahrscheinlich schon mal in einem kleinen thüringischen Ort: Der Homo erectus bilzingslebenensis. Zugegebenermaßen klingt das viel mehr wie ein schlechter Werbegag der Dorfbewohner Bilzingslebens. Aber in Wahrheit hatten sich dort, in einem alten Steinbruch namens „Steinrinne“, für sehr lange Zeit 370.000 Jahre alte Skelette der Gattung Homo Erectus versteckt. Schon 1818 soll dort ein menschlicher Schädel gefunden worden sein, von diesem fehlt allerdings jede Spur. Sollte das jedoch stimmen, wäre diese Entdeckung einer der frühesten bekannten Funde eines fossilen Menschen – jemals. Im 20. Jahrhundert nahmen die Ausgrabungen dann allerdings wirklich an Fahrt auf und Bilzingsleben entwickelte sich zu einem der wichtigsten altsteinzeitlichen Fundorte Europas. Spannend waren dabei nicht nur die 37 menschlichen Überreste, die man bis 2002 dort entdeckte, sondern auch die 14.000 Feuersteinartefakte, Tausende Waffen und auch Beutereste der Urmenschen. Daraus konnte man beispielsweise schließen, dass der Homo erectus bilzingslebenensis strategisch auf die Jagd ging, es wahrscheinlich schon frühe Formen einer Kleinfamilie gab und eine Auseinandersetzung mit dem Tod stattfand. Man pflasterte sogar schon die Straßen. Die gepflasterten Höfe der Häuser, die man heute in Bilzingsleben findet, sind also nicht so unähnlich zur 370.000 Jahre alten Vergangenheit.
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