SchiDD, Jüterbog-Nikolaikirche-1, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A9 und der A13.

Stadt Jüterbog Stätte der Reformation
Stadtinformation
Markt 21
14913 Jüterbog
buergerinfo@jueterbog.de

+49 (0) 33 72/ 46 31 17

http://www.jueterbog.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Nikolai_(J%C3%BCterbog)
erstellt:
23.04.2017
aktualisiert:
11.12.2023
Als sogenannte Stätten der Reformation gelten Orte, die in der Entwicklung und Geschichte der reformatorischen Bewegung eine besonders prägende Rolle spielten. Hierzu zählen unter anderem Luthers Geburtsstadt Eisleben, Eisenach, wo er auf der Wartburg die Bibel übersetzte, selbstverständlich Wittenberg, die Stadt des Thesenanschlags und eben auch die Stadt Jüterbog. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, welche Bedeutung Jüterbog, das immerhin eine der ältesten Städte Brandenburgs ist, für die Reformation hatte. Nun, übertrieben gesagt, hätte es die Reformation ohne Jüterborg vielleicht gar nicht gegeben. Denn genau hier trat wiederholt der Ablassprediger Johann Tetzel auf, um im Auftrag des Mainzer Erzbischofs Geld für den Bau des Petersdoms in Rom zu sammeln. Unter der Devise „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“ verkaufte er seine Ablassbriefe. Mit denen – so wurde den Gläubigen versprochen – sollte man sich einen Sündenerlass verschaffen können. Diese Praxis missfiel Martin Luther so sehr, dass er seine berühmten 95 Thesen verfasste, die in der Folge zum Auslöser der Reformation wurden. Die riesige Geldkiste, in der Tetzel seine Einnahmen verwahrte, ist noch heute in der Nikolaikirche zu sehen. Neben dieser Kirche mit ihren unverkennbaren Türmen gibt es in Jüterbog noch zahlreiche weitere Denkmäler aus der Zeit der Reformation und der langen Stadtgeschichte zu entdecken. Bei einem Bummel durch die Stadt sind das älteste Rathaus Brandenburgs, die imposante Stadtmauer mit zahlreichen Wehrtürmen sowie liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser zu besichtigen. Wer sich Jüterbog von oben anschauen möchte, kann über 217 Stufen auf einen Turm der Nikolaikirche steigen. Von hier oben hat man eine wunderbare Rundumsicht auf die Stadt, ohne die es die Reformation vielleicht nicht gegeben hätte.

 

 

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