André Karwath aka Aka, Zschopau_-_castle_Wildeck_-_view_from_south_east_(aka), CC BY-SA 2.5
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.
Schloss Wildeck Zschopau
Schloss Wildeck
Schloss Wildeck 1
09405 Zschopau
+49 (0) 37 25/ 28 71 70
http://www.zschopau.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wildeck
Schloss Wildeck 1
09405 Zschopau
+49 (0) 37 25/ 28 71 70
http://www.zschopau.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wildeck
erstellt:
03.01.2017
aktualisiert:
15.11.2023
Lautes Hundegebell und Trompetenfanfaren tönen durch die Wälder, Männer jagen auf ihren Pferden Hirschen nach und abends wird das erlegte Wild bei einem Festschmaus verzehrt. Unter Herzog Moritz von Sachsen hat es auf Schloss Wildeck viele solcher Jagdfeste gegeben. Hoch auf einem Felsen thront das Schloss über der Stadt Zschopau, umgeben von Wäldern, die die hochgeborenen Herrschaften mit ihrem Gefolge auf der Suche nach dem nächsten Jagderfolg durchstreiften. An der „Salzstraße“ gelegen, einem alten Handelsweg zwischen Leipzig und Prag, hat das Schloss Wildeck den Handelsleuten eine sichere Unterkunft auf ihrem Weg geboten. Das Fundament des Schlosses bildet eine mächtige Wehranlage aus dem 12. Jahrhundert- Doch an die erinnert nur noch der „Dicke Heinrich“, ein Wohn- und Wachturm mit meterdicken Mauern, der hoch über dem Schloss aufragt. Als Herzog Moritz die Burg im 16. Jahrhundert zu einem Jagdschloss umbauen ließ, hat das auch die Hochzeit des Schlosses eingeläutet: Zahlreiche Jagdfeste und Turniere wurden zu Ehren seine adligen Freunde und Gäste veranstaltet. So auch für Ferdinand I., den späteren Deutschen Kaiser. Neben der Jagd wurde auch ein Turnier organisiert. Bei dem sollen Herzog Moritz und Ferdinand I. so heftig zusammengestoßen sein, dass die sehr lange und sehr schwere Lanze zersplitterte und beide zu Boden stürzten. Doch passiert sei nichts, denn schon am nächsten Tag wurde die Jagd weitergeführt. Nach umfangreichen Restaurationen ist heute wieder etwas von dem alten Glanz erkennbar. In den alten Gemäuern kann man in die Geschichte des Schlosses eintauchen und findet sich in der Blau-Weißen Stube, dem Roten und dem Grünen Saal in die Renaissance versetzt. Daneben laden mehrere Museen die Besucher und Gäste dazu ein, mehr über die Industriegeschichte der Region zu erfahren und stellen glänzende Münzen und glitzernde Mineralien zur Schau. Auch für Motorradfreunde bietet das Schloss eine ganz besondere Ausstellung. Beim Spaziergang durch den Schlossrundgang lädt der Barockgarten zum Verweilen und Genießen ein. Im Bärengarten findet sich eine Rutsche für die jungen Besucher des Schlosses, doch früher wurden hier echte Bären gehalten- es ist noch nicht so lange her, dass man dort die Überreste eines Bärenskeletts gefunden hat. Und die Haltung der Bären war keineswegs ungefährlich, und so hieß es dort nicht selten: „Achtung, der Bär ist los!“.
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