Jörg Hempel, Weesenstein_LC0345, CC BY-SA 3.0 de
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A17.
Schloss Weesenstein
Schloss Weesenstein
Am Schlossberg 1
01809 Müglitztal / OT Weesenstein
weesenstein@schloesserland-sachsen.de
+49 (0) 35 02 7/ 62 60
http://www.schloss-weesenstein.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weesenstein
Am Schlossberg 1
01809 Müglitztal / OT Weesenstein
weesenstein@schloesserland-sachsen.de
+49 (0) 35 02 7/ 62 60
http://www.schloss-weesenstein.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weesenstein
erstellt:
22.07.2017
aktualisiert:
13.11.2023
Wenn man in den Keller geht, nimmt man die Treppe, die nach unten führt. Normalerweise. Aber auf Schloss Weesenstein ist das anders. Hier liegt der Keller über den Wohnräumen. Die Welt steht hier Kopf: Über dem Keller befinden sich die Pferdeställe, im fünften Stock. Und darüber der Festsaal, auf dem Dachboden sozusagen. Da wundert es auch nicht, dass das älteste Gebäude, der Turm, fünf Etagen über dem Wintergarten liegt, der Jahrhunderte später gebaut wurde. Das bauliche Patchwork hat seine Ursache in der besonderen Lage des Gebäudes. Es wurde an den Felsen gebaut, der im Innern noch als Wand oder Fußboden zu sehen ist. Und die Anbauten lagern sich wie Jahresringe um die alte Kernburg. Die verkehrte Welt steht Besuchern offen. In den ehemals fürstlichen Wohnräumen sind Einrichtung und Tapeten aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten. Die ständige Ausstellung lädt zu einer Zeitreise durch die Jahrhunderte ein. Wechselnde Besitzer haben das Schloss in ihrem Sinne umgebaut. Aber seine Blütezeit hatte es im 15. und 16. Jahrhundert. Als die Familie Bünau hier residierte, war Weesenstein das repräsentative Zentrum des Bünau-Landes. Das Schloss thront zwischen dicht bewaldeten Berghängen auf einem Felsen über dem Tal der Müglitz. Zu seinen Füßen liegt ein barocker Park. Der Fluss, geschickt umgeleitet, teilt ihn in zwei Teile. Im französischen Stil gestaltet, führen die geraden Wege an vielfältig gestalteten Blumenrabatten vorbei, Rosenalleen laden zum Lustwandeln ein. Die Sandsteinbrücke über den Fluss führt in den größeren Parkteil. Schon von der Brücke aus sieht man die Statue Floras. Die römische Marmorgöttin der Blumen und des Blühens reicht dem neugierigen Betrachter still und leise lächelnd eine Rose aus ihrem Strauß. Eine Allee von Scheinzypressen zaubert ein südliches Flair. Sie führt direkt auf den barocken Gartenpavillon.
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