Anna Klemm, Schloss_Gaussig_01, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.

Schloss und Park Gaußig
Schlosshotel Gaußig
An der Kirche 2
02633 Doberschau-Gaußig
info@schloss-gaussig.de

+49 (0) 3 59 30/ 55 22 7

http://www.schloss-gaussig.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Gau%C3%9Fig
erstellt:
04.01.2017
aktualisiert:
15.11.2023
Mit rund 30 Hektar ist der Schlosspark Gaußig der größte private Landschaftspark in Sachsen. Um 1800 erhielt er seine bis heute erhaltene landschaftliche Gestaltung: ein weitläufiges Wegenetz und große Wiesen mit mächtigen Solitärbäumen, umgeben von Wald und prächtigen Rhododendren aus dem 19. Jahrhundert. Dazu mehrere Teiche und ein kleiner Bach, der den Park durchfließt und „das Gemüt durch sein fröhliches Gluckern erheitert“, wie es im Buch „Sächsische Gartenkunst“ aus dem Jahr 1814 heißt. In Gaußig wurde erstmals 1245 ein Herrensitz erwähnt, um 1700 entstand das heutige Schloss, allerdings noch im barocken Stil. Rund 100 Jahre später ließ Christian Friedrich Schuricht es im palladianischen Klassizismus umgestalten, unter anderem mit ionischen Säulen in der Vorhalle. Diesen palladianischen Stil kennt man vor allem aus Venedig. Heute sind die Zimmer, Salons und Säle des Schloss Gaußig prachtvoll restauriert und mit Antiquitäten und wertvollen Stoffen ausgestattet. Das Schloss wird als Hotel genutzt, das die Kultur des Schlosslebens versucht wiederzubeleben. So sind die Gäste des Hauses angehalten, sich dem aristokratischen Ambiente des Hauses entsprechend elegant zu kleiden und zu benehmen, wenn sie durch das Schloss wandeln, das historische Billardzimmer, den Speise- oder den Spiegelsaal betreten. Das Kupferstichkabinett des Schlosses zeigt vor allem englische Stiche aus dem 18. Jahrundert. Der historische Buch-Bestand der Bibliothek ist hingegen nicht mehr im Schloss zu bewundern – er wurde der früheren Familie des Hauses überlassen. Dafür ist das Porzellankabinett aber noch im Originalzustand mit Delfter Kacheln und Tellern an der Wand und chinesischem Porzellan aus dem 16. Jahrhundert an der Decke.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen