Diego Delso, Nuevo_Palacio_Schleissheim,_Oberschleissheim,_Alemania,_2013-08-31,_DD_06, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A92.

Schloss Schleißheim
Neues Schloss Schleißheim
Max-Emanuel-Platz
85764 Oberschleißheim
tourismus@t-schleissheim.de

+ 49 89 375 589 58

https://www.schloesser-schleissheim.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlossanlage_Schlei%C3%9Fheim
erstellt:
04.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
Das Neue Schleißheimer Schloss sollte für seinen Bauherren Kurfürst Max Emanuel ein deutsches Versailles werden: Architektonischer Ausdruck seiner Macht und seiner imperialen Träume. Doch auch und gerade die Macht braucht Geld. Eben das hatte Max Emanuel nicht. Und so ist das Schloss nie fertig geworden. Baubeginn war 1701. Doch von der ursprünglich geplanten monumentalen Anlage mit vier Flügeln ist nur der Hauptflügel fertig geworden. 1704 musste der Bauherr dann auch noch ins Exil. Erst 1726 waren die Arbeiten am Hauptflügel abgeschlossen. Obwohl die Entwürfe von Enrico Zuccalli also eigentlich nur Fragment geblieben sind, gehört das Neue Schloss in Schleißheim heute zu den Hauptwerken des europäischen Barock. Beeindruckend ist die Innenausstattung. Künstler wie Johann Baptist Zimmermann, Cosmas Damian Asam und Jacopo Amigoni waren hier am Werk. Passend dazu präsentiert die Bayerische Staatsgemäldesammlung Werke der Barockmalerei in den Galerieräumen. Höhepunkt einer Schlossbesichtigung ist die große Galerie. Der Blick von hier auf die Schlossparkanlage ist außerordentlich. Der Schlosspark ist einer der wenigen, bis heute kaum veränderten Gärten aus der Barockzeit. Entworfen wurde er – wie das Neue Schloss – von Zuccalli. Er legte vor allem die Struktur mit den verschiedenen Kanälen fest. Ein Spaziergang lohnt hier zu jeder Jahreszeit. Im Winter wird der Mittellandkanal zum Eislaufen und Eisstockschießen genutzt. Durch den Park gelangt man zum Alten Schloss. Hier sind heute zwei Zweigmuseen des Bayerischen Nationalmuseums untergebracht. Im Garten liegt auch das Jagd- und Gartenschlösschen Lustheim mit der nach Dresden bedeutendsten Sammlung von Meißner Porzellan.

 

 

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