user:Flicka, Saarbruecken_Schloss_1, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf .
Schloss Saarbrücken
Saarbrücker Schloss
Schlossplatz 1- 15
66119 Saarbrücken
info@saarbruecker-schloss.de
+49 (0) 6 81/ 50 61 61 6
http://www.saarbruecker-schloss.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Saarbr%C3%BCcken
Schlossplatz 1- 15
66119 Saarbrücken
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erstellt:
06.08.2017
aktualisiert:
03.01.2025
Um die Mitte des 18. Jahrhundert sah man tagtäglich einen Baumeister namens Stengel durch die Straßen Saarbrückens eilen. Mit Plänen unterm Arm war er stets von einer Baustelle zur nächsten unterwegs. In Jahren eifriger Arbeit verpasste er Saarbrücken jenes barocke Gesicht, das noch heute ganze Stadtviertel prägt. Baulücken gab es in jener Zeit reichlich: Der Dreißigjährige Krieg und ein verheerender Stadtbrand im Jahr 1677 hatten große Teile Saarbrückens zerstört. Stengel entwarf zahlreiche Stadthäuser, die Ludwigskirche und die Basilika St. Johann. Sein bedeutsamster Bau war natürlich das Saarbrücker Schloss, das 1738 bis 1748 im Auftrag des Fürsten Wilhelm Heinrich entstand. Nach zahlreichen Beschädigungen durch Kriege und Brände wurde es im 20. Jahrhundert aufwendig saniert und mit einem modernen Mittelbau aus Glas und Stahl versehen. Heute ist das Schloss Verwaltungssitz, Kultur- und Veranstaltungsort. Rundherum errichtete Stengel Gebäude, die im Stil zum Schloss passten, sich ihm aber unterordneten, wie zum Beispiel das Erbprinzenpalais. Seit 1993 befindet sich auf dem Platz ein „unsichtbares Mahnmal”. Es wurden 2146 Pflastersteine eingefügt, auf deren Unterseite die Namen ehemaliger jüdischer Friedhöfe Deutschlands stehen. Von der Schlossmauer hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Hier hängt der steinerne Kopf des „Geizigen Bäckers”. Der Volksmund berichtet, dass er den Armen die Tür wies und schlechtes Brot überteuert anbot. Als die Gräfin davon erfuhr, ließ sie ihn am Pranger sterben. Sein Kopf wurde zur Abschreckung als Abwasserspeier nachgebildet.
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