PodracerHH, Schloss_Reinbek,_Schlossteich, CC BY 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A24.

Schloss Reinbek
Schloss Reinbek
Schlossstraße 5
21465 Reinbek
Kulturzentrum@Reinbek.LANDSH.de

+49 (0) 40/7 27 34 60

http://www.schloss-reinbek.org/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Reinbek
erstellt:
21.07.2016
aktualisiert:
23.11.2023
So mancher Liebesanwärter wird von seiner Wunschkandidatin zum Teufel gejagt. Wer um die Hand der englischen Königin Elisabeth I. warb, bekam immerhin einen Trost, den Hosenbandorden. So erging es auch dem Erbauer des Schlosses Reinbek. Er nahm den Orden in sein Wappen auf. Herzog Adolf I. war erst 18 Jahre alt, als er die Herrschaft über das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf übernahm. Das war 1542. Da das Land arm war und darüber hinaus noch hoch verschuldet, stellte er sich in den Dienst von Kaiser Karl V. In dessen Kriegen erwies er sich als geschickter Heerführer und kehrte reich aus seinen Kämpfen zurück. Nun konnte er ans Bauen denken. In den wichtigsten Ämtern seines Landes ließ er Schlösser bauen, so auch in Reinbek. In nur fünf Jahren, zwischen 1572 und 1576, erstand das repräsentative Schloss. Die Baumeister entschieden sich für eine Anlage mit drei Flügeln und offenen Arkaden, so wie es noch heute zu sehen ist. Ein Blickfang ist der Treppenturm, der den Innenhof überragt. Im Innern bewundern Besucher Balkendecken, die noch heute aus der damaligen Zeit erhalten sind. Beim Schleswig-Holstein-Musikfestival bildet das Schloss des Herzogs die immer wieder beeindruckende Kulisse. Das gleiche gilt für die Kunsthandwerksmesse Werkkunst-Kunstwerk. Sie findet ihre Bühne im Schlosspark. Auch dessen Ursprünge gehen auf Adolf zurück. Hier fanden die Köche nicht nur die nötigen Kräuter für das herzogliche Mal. Als Lustgarten erfreute er den adeligen Besitzer und seine Gäste. Das war sicher ganz erholsam, wenn man von der Jagd zurückkam, denn Reinbek war ein herzogliches Jagdschloss.

 

 

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