Gregor Rom, Schloss_Paretz_1, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A10.
Schloss Paretz
Schloss & Schlossgarten Paretz
Parkring 1
14669 Paretz / Ketzin
schloss-paretz@spsg.de
+49 (0) 33 23 3/ 73 61 1
https://www.spsg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Paretz
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schloss-paretz@spsg.de
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erstellt:
27.04.2017
aktualisiert:
11.12.2023
Das Schloss Paretz ist wahrlich ein Ort der Bescheidenheit. Hier lebte Königin Luise, Ehegattin des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Luise träumte hier ihren ganz persönlichen Traum vom bürgerlichen Leben. Sie führte das „du“ zwischen Königin und König ein. Ihre Empirekleider und Friedrichs lange Hosen galten als einem Königspaar unwürdig. Ab und zu strickte sie dem König sogar ein Paar Strümpfe. Friedrich Wilhelm kaufte das Gut Paretz im späten 18. Jahrhundert. Und ganz im Sinne der Bescheidenheit, ließ er das Anwesen in wenigen Monaten zu einem schlichten Landhaus umbauen. Schon im September desselben Jahres konnte er mit Luise hier einziehen. Bis zum Tod der Königin kam das Paar regelmäßig hier her und machte den Namen Paretz so in ganz Europa bekannt. Erst der Krieg gegen Napoleon I. 1806 und die Niederlagen von Jena und Auerstedt machten den unbeschwerten Wochen auf dem Land ein Ende. Luise besuchte Paretz zum letzten Mal am 20. Mai 1810. Wenige Wochen später starb sie. Friedrich Wilhelm besuchte Paretz nun immer wieder als eine Art Erinnerungsstätte an sie. Nach Friedrich Wilhelms Tod beschlossen seine Kinder, die Räume auf Paretz unverändert zu lassen und sie nicht mehr zu Wohnzwecken zu nutzen. Bis 1945 blieb so eine Wohnung aus dem Jahr 1800 fast vollständig erhalten. Erst der Zweite Weltkrieg und die Plünderungen durch die sowjetischen Truppen führten zum beinahe totalen Verlust der Inneneinrichtung. 1999 begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten mit dem Ziel, den Zustand von 1797 wieder herzustellen. Heute ist Paretz ein Anziehungspunkt für viele Besucher und erinnert an Königin Luise, die „gnädige Frau von Paretz“.
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