Wolkenkratzer, Schloss_Montabaur_013, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A3.

Schloss Montabaur
Tourist-Information Montabaur
Großer Markt 12
56410 Montabaur
mail@greifenstein.de

026 02 / 950 27 80

https://www.suedlicher-westerwald.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Montabaur
erstellt:
19.11.2016
aktualisiert:
23.10.2023
Dort, wo heute das Schloss Montabaur steht, gab es schon sehr viel früher einmal eine Burg: das Kastell Humbach. Auch das fränkische Dorf zu seinen Füßen trug damals diesen Namen. Das Wort leitete sich von „Hun“ (Huno) und „Back“ (Recht) ab. Humbach war also im Namenssinne der Ort, wo Huno Recht sprach. Darüber, wer dieser Huno war, gibt es keine sicheren Erkenntnisse. Fest steht, dass Dorf und Burg im 13. Jahrhundert in den Besitz des Erzbischofs von Trier übergingen. Um sich gegen seinen Feind, den Grafen von Nassau zu schützen, ließ der Erzbischof die Burg zu einer wehrhaften Festung ausbauen. Vergebens: Im Jahr 1212 kam es vor dem Kastell Humbach zu einer erbitterten Schlacht, bei der die Nassauer den Sieg davontrugen. Die Burg wurde zerstört, der Erzbischof geriet für zwei Jahre in Gefangenschaft. 1217 kehrt er zurück und ließ das Kastell wieder aufbauen. Der Hügel, auf dem es lag, erinnerte ihn an den Berg Tabor, den er kurz zuvor bei einem Kreuzzug im Heiligen Land gesehen hatte. Deshalb nannte er Berg und Schloss „Mons Tabor“, woraus sich im Laufe der Zeit „Montabaur“ entwickelte. Bis 1802 blieb das Schloss im bischöflichen Besitz, danach wurde es zum Jagdschloss der Nassauer umgebaut. Tatsächlich benutzten die neuen Herren das Gebäude aber nie, so dass es immer mehr an Bedeutung verlor. In späteren Jahren waren hier nacheinander ein Lehrerseminar, das Landratsamt und die Bezirksregierung untergebracht. Heute gehört der Bau der Deutschen Genossenschaftsbank, die darin ein Schulungszentrum eingerichtet hat. Besichtigungen des Schlosses sind deshalb nicht möglich, allerdings kann man es für Hochzeiten, Tagungen oder Seminare mieten.

 

 

« zurück zur Startseite Reisen