-donald-, Schloss_Lichtenstein_04-2010, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf .
Schloss Lichtenstein
erstellt:
24.12.2020
aktualisiert:
24.10.2024
Was Schloss Neuschwanstein für Bayern ist, ist Schloss Lichtenstein für die Schwäbische Alb. Ein Märchenschloss, ein Wahrzeichen des Mittelalters. Dabei ist der Bau, wie er heute zu sehen ist, größtenteils im 19. Jahrhundert entstanden. Das Schloss ist von den Rittern von Lichtenstein gegründet worden. Das Geschlecht überlebte zahlreiche Kriege und Auseinandersetzungen bis ins 17. Jahrhundert. Doch 1687 fiel der letzte Lichtensteiner Ritter. Fast 300 Jahre zuvor – im Jahr 1377 – wurde das Schloss schon zerstört und nicht wieder aufgebaut. Stattdessen wurde wenig später eine neue Burg 15 Minuten entfernt gebaut. Diese lag an einer Felskante. Sie galt als besonders wehrhaft und schwer einzunehmen. Dieses Mal überdauerte sie jedoch aus einem anderen Grund nicht. Sie verlor Mitte des 16. Jahrhunderts ihren Status als Herzogsitz und verfiel zusehends. Noch einmal wurde Schloss Lichtenstein 1802 als ein Jagdschloss wenige Meter von der alten Stelle aufgebaut. Dann geschah etwas, was den Lauf der Geschichte dieses Schlosses entscheidend verändern sollte. Wilhelm Hauff, ein deutscher Schriftsteller der Romantik, schrieb ein Buch über diesen Teil württembergischer Landesgeschichte. Der Protagonist? Herzog Ulrich, ein vom Schwäbischen Bund aus Württemberg vertriebener Herzog. Der Schauplatz: das spätmittelalterliche Schloss Lichtenstein. Dieses Buch inspirierte Wilhelm Graf von Württemberg im 18. Jahrhundert dazu, das Jagdschloss zu einer romantischen Ritterburg im mittelalterlichen Stil umzubauen, die so heute noch fasziniert. 2009 diente sie auch als Schloss für Dreharbeiten zum Märchenfilm Dornröschen.
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