A.Savin, Koenigs_Wusterhausen_08-13_Schloss, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A13.
Schloss Königs Wusterhausen
Schloss Königs Wusterhausen
Schlossplatz 1
15711 Königs Wusterhausen
schloss-koenigswusterhausen@spsg.de
03375.2 11 70-0
http://www.schloss-koenigs-wusterhausen.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_K%C3%B6nigs_Wusterhausen
Schlossplatz 1
15711 Königs Wusterhausen
schloss-koenigswusterhausen@spsg.de
03375.2 11 70-0
http://www.schloss-koenigs-wusterhausen.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_K%C3%B6nigs_Wusterhausen
erstellt:
10.07.2017
aktualisiert:
12.12.2023
Kaum vorstellbar aber wahr: Schloss Königs Wusterhausen war ein Weihnachtsgeschenk. Klar, dass bei Präsenten solcher Größe der Beschenkte nicht irgendjemand ist. In diesem Falle handelt es sich um den Kurprinzen Friedrich Wilhelm, den späteren „Soldatenkönig“, Friedrich Wilhelm I. von Preußen. Als Schloss Königs Wusterhausen 1698 sozusagen unterm Christbaum lag, war der Kurprinz gerade zehn Jahre alt. Für Friedrich Wilhelm war das Schloss von enormer Bedeutung. Hier übte er das Regieren. Seine Vorliebe für die Jagd, seine Militärbegeisterung, die „Langen Kerls“, all das hat seine Ursprünge in Königs Wusterhausen. Als König war Friedrich Wilhelm jährlich mehrere Monate in Wusterhausen, meist mit seiner Gemahlin Sophie Dorothea und seinen zahlreichen Kindern. Friedrich Wilhelm liebte es schlicht, entsprechend war das Schloss ausgestattet. Berühmt war das legendäre Tabakskollegium. Unvorstellbar heute, aber Rauchen war Pflicht. Alle gesellschaftlichen Regeln waren aufgehoben, man musste nicht einmal aufstehen, wenn der König den Raum betrat. Dazu herrschte absolute Rede- und Meinungsfreiheit. Nach dem Tod Friedrich Wilhelms 1740 stand das Schloss meist leer und verwahrloste über die Jahre. Erst im 19. Jahrhundert wurde es von Friedrich Wilhelm IV. wieder renoviert und als Jagdschloss genutzt. Die letzte Jagd fand 1913 statt. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Schloss umfangreich restauriert. Auf dem ehemaligen Windmühlenberg, ganz in der Nähe des Schlosses, schlug 1911 die Geburtsstunde des Radios in Deutschland. Die Entwicklung des Rundfunks wird im Sender- und Funktechnikmuseum von Königs Wusterhausen dokumentiert.
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