Franzfoto, Höchstädt_an_der_Donau_-_Schloss, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A8.

Schloss Höchstädt
Verwaltungsgemeinschaft
Herzog-Philipp-Ludwig-Str. 10
89420 Höchstädt a. d. Donau
info@hoechstaedt.de

+49 (0) 90 74/ 44 0

http://www.hoechstadt.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_H%C3%B6chst%C3%A4dt
erstellt:
27.03.2017
aktualisiert:
17.03.2022
Eine der wertvollsten Bauten der deutschen Spätrenaissance steht bei Höchstädt an der Donau. Von dem dreigeschössigen Gebäude auf rechteckigem Grundriss steht heute im Original leider nichts mehr. Der älteste Teil ist ein Fundament eines Turmes an der Nordostecke aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Ab Ende des 13. Jahrhunderts fanden umfangreiche Baumaßnahmen statt. Seine heutige Gestalt erhielt Schloss Höchstädt in den Jahren um 1714 durch Bischof Lothar Franz von Schönborn. Während des Zweiten Weltkrieges kam dem Schloss eine ganz besondere Bedeutung zu: Über 550.000 Objekte von Kulturgütern und wissenschaftlichem Material, 14 Eisenbahnwaggons aus der Ukraine und 4 Waggons Musealien aus Minsk, waren während dieser Zeit im Schloss deponiert. Eine Gruppe ukrainischer Wissenschaftler wurde mit der Inventarisierung beschäftigt. All das geschah unter dem „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“: Alfred Rosenberg organisierte eine Gruppe, die Kunstraub in allen von Nazideutschland besetzten Gebieten Europas betrieb. 1945 wurden die Objekte nach München transportiert und 1946 an die Sowjetunion zurückgegeben und wiederhergestellt. 1963 wurde der Landkreis Höchstadt Eigentümer des Schlossteiles aus der Renaissance, der gesamten Hoffläche und des Schlossgartens. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten kann man heute das gesamte Schloss begehen. Mit seinen Seminar- und Konferenzräumen, dem Schlosskeller als Veranstaltungsort für Hochzeiten oder der Schlosskapelle als Konzertsaal ist das Schloss in den letzten Jahren zu einem Kulturzentrum der Gemeinde geworden.

 

 

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