SKOMP46866, SCHLOSS_COLDITZ1, CC BY 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A14.

Schloss Colditz
Schloss Colditz
Schlossgasse 1
04680 Colditz
info@gesellschaft-schloss-colditz.com

+49 (0) 3 43 81/ 43 77 7

http://www.schloss-colditz.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Colditz
erstellt:
14.07.2017
aktualisiert:
16.11.2023
Thimo I., Thimo II., Thimo III., so ging das 250 Jahre lang. Bis mit Thimo VIII. die Geschichte der Herren von Colditz beendet ist. Ihnen ist um 1200 die Gründung der Stadt Colditz zu verdanken, die Burg gab es schon länger. Das Schloss, heute noch in Teilen aus der Renaissance erhalten, ist als Gefangenenlager im Zweiten Weltkrieg berühmt geworden. Die Offiziere aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Holland und Polen haben immer wieder versucht, auszubrechen. Obwohl das Lager als ausbruchsicher galt, ist über 30 Männern die Flucht gelungen. Der Brite Pat Reid veröffentlichte seine Erfahrungen in einem Buch: „The Colditz Story“. Welche Ideen die Gefangenen hatten, um dem Lager zu entfliehen, zeigt auch die Ausstellung „Fluchtmuseum-Oflag IVc“, die im Schloss zu sehen ist. Oflag IVc war die offizielle Bezeichnung des Lagers. Eine weitere Ausstellung zeigt die Baugeschichte des Schlosses. An Kurfürst August und seine Frau Anna, einer dänischen Prinzessin, erinnert ein Doppelwappen über der zweiten Toreinfahrt. Er ließ das Gebäude im 16. Jahrhundert als Jagdschloss einrichten und grundlegend erneuern. Einige spätgotische Teile wie das untere Geschoss des Fürstenhauses sind noch erhalten. In den 150 Jahren vorher waren Schloss und Stadt zweimal in Flammen aufgegangen. Für fast 20 Jahre war Colditz sogar Residenzstadt. Sophie, die als Witwe von Kurfürst Christian I. regierte, verlegte ihren Wohnsitz 1603 in die Stadt. Das führte zu einer kurzen kulturellen und wirtschaftlichen Blüte. August der Starke nutzte das Schloss als Jagdschloss, später wird es jedoch vernachlässigt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts bleibt es Jagdschloss und Witwensitz der sächsischen Kurfürstinnen. Danach beginnt der Verfall. 1933 ist es für ein Jahr Schutzhaftlager, bis es dann 1939 Gefangenenlager wird. Später ein Krankenhaus, wird das Schloss heute zum Teil als Museum genutzt.

 

 

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