Gregor Rom, Schloss_Bernburg, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A14.
Schloss Bernburg
Museum Schloss Bernburg
Schlossstrasse 24
06406 Bernburg
museumschlossbernburg@t-online.de
+49 (0) 34 71/ 62 50 07
http://www.museumschlossbernburg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bernburg
Schlossstrasse 24
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museumschlossbernburg@t-online.de
+49 (0) 34 71/ 62 50 07
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https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bernburg
erstellt:
13.07.2017
aktualisiert:
17.11.2023
Den Brocken sieht man manchmal, meistens sieht man aber nur vage das Harzvorland in der Ferne. Viel näher ist das Saaletal, wenn man auf der Terrasse des Schlosses Bernburg steht. Aber auch im Schloss gibt es viel zu sehen. In 30 Räumen zeigt es seine Schätze. Münzen aus vielen Jahrhunderten und zeitgenössische Bilder sind nur einige davon. Auch zur frühen Geschichte der Landschaft an der Saale und der Technik seiner Mühlen gibt es vieles zu erfahren. Aus dem Harz sind die meisten Fundstücke der Mineraliensammlung, die schon 1783 begonnen wurde. Auf ein besonders brutales Kapitel der Geschichte verweist die Ausstellung im romanischen Kellergewölbe. Hier zeigen über 70 originalgetreue Folterinstrumente, wie im Mittelalter Geständnisse häufig zustande kamen. Texte und Abbildungen erläutern diese Praxis. Seit über 150 Jahren leben Braunbären im Burggraben. Auch heute noch kommen kleine und große Besucher gerne an das Gehege. Das heutige Schloss Bernburg ist im 16. Jahrhundert durch Umbau einer älteren Burg entstanden. Der Renaissance-Bau war bis 1863 Residenz der Fürsten und späteren Herzöge von Anhalt-Bernburg. Als das Schloss als „Brandanburg“ zum ersten Mal im Jahre 961 erwähnt wird, sind Saale und Elbe noch die Grenze zwischen dem slawischen und germanischen Siedlungsgebiet. Die Burg war eine Rund- und Fliehburg mit Wall und Graben. Etwa 150 Jahre später wird sie im Verlauf der Kämpfe zwischen Staufern und Welfen gebrandschatzt, aber kurz darauf wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt der Bergfried, der mächtige Turm im Burghof. Mit seinen dreieinhalb Meter dicken Mauern war er der letzte sichere Ort, an den sich die Bewohner zurückziehen konnten. Eulenspiegel soll hier Turmwächter gewesen sein. Heute ist der Eulenspiegelturm ein Wahrzeichen des Bernburger Landes.
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