Clemenspool, Schloss_Achberg_header, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A96.

Schloss Achberg
Schloss Achberg
Duznau
88147 Achberg
info@schloss-achberg.de

0751 85-9510

http://www.schloss-achberg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Achberg
erstellt:
08.07.2020
aktualisiert:
17.10.2023
Kurz war die Zeit, die die Ordensmänner dem Schloss schenkten. Aber dennoch hat das Schloss Achberg seine beeindruckende Ausstattung aus der Zeit des Deutschen Ordens. Das Schloss liegt über der Argenschlucht und wahrscheinlich war das Voralpenland Ende des 17. Jahrhunderts schon genauso malerisch wie heute. Ob das der Grund war, warum Franz Benedikt Freiherr von Baden Herrschaft und Schloss Achberg kaufte, bleibt im Dunkeln. Er war Landkomtur, d.h. Bezirksverwalter des Deutschen Ordens, und kaufte beides in dessen Namen. Sieben Jahre, bis 1700, dauerte der Umbau zum Prachtschloss. Wirklich atemberaubend wird es im Rittersaal. Er ist der Höhepunkt jedes Besuches. Im ehemaligen Festsaal beeindruckt die Decke aus Stuck, die so viele Details zeigt wie kaum eine andere. Auch sonst ahnen Besucher noch genug von der einstigen Prachtentfaltung der adeligen Ordensritter. Ihr Wappen über dem Eingangsportal beweist ihre flüchtige Anwesenheit, schon kurz nach dem Umbau nutzten sie das Schloss kaum noch. Die große Zeit des Ordens war damals ohnehin schon vorbei. Ende des 12. Jahrhunderts hatten norddeutsche Kaufleute ihn gegründet. Ihre Mitglieder sollten bei den Kreuzzügen als Krankenpfleger wirken, wenig später ist er in einen Ritterorden umgewandelt worden. Das Schloss in Mergentheim wurde 1527 Residenz des Hoch- und Deutschmeisters, nachdem der Orden sein preußisches Ordensland durch die Reformation verloren hatte. Erst das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen, später Preußen, waren Besitzer des Schlosses Achberg nach der Auflösung des Ordensbesitzes 1806. Heute gehört es, ganz unadelig, dem Landkreis Ravensburg.

 

 

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