Manecke, Rastatter_Schloss_vom_Schlosspark, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A5.

Schlösser Rastatt Badische Revolution 1849
Touristinformation Rastatt
Herrenstraße 18
76437 Rastatt
touristinformation@rastatt.de

07222 972-1220

https://www.tourismus-rastatt.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rastatt
erstellt:
12.01.2017
aktualisiert:
04.10.2023
Barock und Bürgerbegehren - diese Schlagworte stehen für die Geschichte Rastatts. Markgraf Ludwig Wilhelm, auch bekannt als "Türkenlouis", erbaute hier ab 1700 eine monumentale Barockresidenz. Mit ihrem prunkvollen Innenleben vermittelt sie heute einen authentischen Eindruck vom Leben eines absolutistischen Herrschers. Das Jagd- und Lustschloss Favorite entstand erst nach dem Tode des Markgrafen. Seine Witwe Sibylla Augusta ließ es 1711 bei Rastatt erbauen. Ihre Sammlung kostbaren Porzellans kann hier heute noch bewundert werden. Die absolutistische Ära war lange vorüber, als Rastatt zum Schauplatz der Revolution von 1848 wurde. Bereits 1842 hatte man die Stadt zum Schutz vor französischen Truppen mit einer Festung versehen. Auf diese zogen sich die Revolutionäre zurück, als sie 1849 in Bedrängnis gerieten. Es waren Bürger, die sich gemeinsam mit gleich gesinnten Soldaten für eine freiheitliche Demokratie einsetzten. Die Rastatter standen der Bewegung zunächst eher verhalten gegenüber. Das änderte sich, als der bürgerliche Abgeordnete Robert Blum hingerichtet wurde. Die Empörung darüber politisierte die Stadt quasi über Nacht. Die Preußen, als Verfechter der bisherigen Ordnung, rückten an, um die Aufstände niederzuschlagen. Vom 1. bis 23. Juli belagerten sie die Rastatter Festung, auf der sich 6000 Revolutionäre verschanzt hatten. Der Aufstand aber verlief erfolglos. Die preußische Übermacht führte schließlich zur Aufgabe der Stadt – und damit zum Scheitern der „Revolution der Freiheit”. Heute stehen nur noch wenige Bestandteile der historischen Festung.

 

 

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