Edgar El, Simmern_-_Schinderhannesturm_-_panoramio_(1), CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A61.
Schinderhannesturm Simmern
Schinderhannesturm
Turmgasse 8
55469 Simmern/Hunsrück
info@vgvsim.de
+49 (6761) 2384
https://www.simmern.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Simmern/Hunsr%C3%BCck
Turmgasse 8
55469 Simmern/Hunsrück
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https://de.wikipedia.org/wiki/Simmern/Hunsr%C3%BCck
erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
30.05.2024
Der Schinderhannesturm ist ein alter Pulverturm der Stadt Simmern. Die Stadt Simmern wird zu Beginn des 11. Jahrhunderts zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Simmern lag an der wichtigen Heerstraße von Bingen nach Trier, weshalb es, rund 300 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung, Stadtrechte erhielt und damit das Recht, eine Befestigung zu errichten. Der Turm – heute bekannt unter dem Namen Schinderhannesturm – war Teil der Befestigungsanlage. Zunächst diente er als Pulverturm. Später war ein Gefängnisraum. 1689 blieb er trotz eines großen Brands unversehrt. Das barocke Kegeldach und eine Treppe an der Außenseite des Turms wurden nach dem Brand angebaut. Etwas später, im Jahr 1799 saß dort ein noch unbekannter Dieb ein, der sich einen Namen machen sollte. Johannes Bückler – den man später als „Schinderhannes“ und Räuber kennen lernen sollte - befreite sich aus dem Verlies und sorgte dafür, dass der kleine Turm der Stadtbefestigungsanlage heute eine Sehenswürdigkeit der Stadt Simmern ist. Nachdem Johannes Bückler dort ausbrach, raubte er mit seiner Bande reiche Kaufleute aus und stellte Sicherheitskarten aus, die den Besitzern freies Geleit garantieren sollten. Insgesamt begingen Johannes Bückler und seine Bande in sechs Jahren über 200 Delikte und konnten nicht gefasst werden. Erst 1803 wurde der Bückler und 19 Mitschuldige Räuber gefangen und in Mainz zum Tode verurteilt und geköpft.
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