Kirchenfan, Salder_Schloss_2016-2, CC0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A39.
Salzgitter Renaissanceschloss Salder
Städtisches Museum Schloss Salder
Museumstr. 34
38229 Salzgitter
kultur@stadt.salzgitterde
+49 (0) 5341 / 839-4619
http://www.salzgitter.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Salder
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erstellt:
10.12.2017
aktualisiert:
17.11.2023
Das Schloss Salder hat eine merkwürdige Geschichte. Denn der Bau wurde wegen zu hoher Schulden der Adelsfamile Salder überhaupt erst ermöglicht. Eine kurze Zeitreise ins 17. Jahrhundert macht es anschaulich: Die Familie Salder hat Teile ihres Besitzes verpfänden müssen. Damals hat es noch keine Immobilienmakler gegeben. Deshalb haben sie sich an Statius von Münchhausen gewandt. Der Adelige hatte unzählige Ländereien gekauft und dann wieder gewinnbringend an den Mann gebracht. Für das wüste Gelände der Salder Familie hat er David Sachse aus Braunschweig gewinnen können. Der Obrist und Geheimrat ist schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Gelände gewesen. Denn er wollte sein eigenes Schlösschen bauen. Nachdem der Verkauf vollzogen gewesen ist, machte sich Sachse ans Werk. Das Schloss bekam schnell in der Gegend den Namen „Sachsenschloss“. Allerdings hat David Sachse die Rechnung nicht mit dem Herzog der Gegend gemacht. Der ist erstens nicht gerade davon begeistert gewesen, dass sich jemand ein schönes Schloss in sein Hoheitsgebiet baute und zweitens, dass jemand mehr Geld hatte als er. Denn der Herzog ist damals selbst knapp bei Kasse gewesen. Er zwang Sachse, das in seinen Augen unrechtmäßig erworbene Grundstück samt den Schloss zu verlassen. Gerade mal fünf Jahre nach dem Bau musste Sachse gehen. Einer Geschichte nach soll ihm dieses Ereignis gebrochen haben. Tatsächlich ist er kurz darauf verstorben. Das Schloss, haben sich die Salder zurückgekauft, natürlich für einen guten Preis. Und so steht seitdem ein Renaissance-Schloss in Salder, nun ein Stadtteil von Salzgitter. Aus dem Fürstensitz ist ein Museum der Stadt geworden. Ein Ausstellungsschwerpunkt ist unter anderem die Ur- und Frühgeschichte der Menschheit. Das Museum kann kostenlos besichtigt werden.
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