SchiDD, KM-Annenkirche3, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A4.
Sakrale Schätze Kamenz/Kamjenc
erstellt:
22.12.2020
aktualisiert:
27.08.2024
Als Lessingstadt ist sie bekannt, die Kreisstadt Kamenz mitten im sächsischen Landkreis Bautzen. Obwohl der in Kamenz geborene und inzwischen weltweit berühmte Dichter schon lange nicht mehr dort wohnt, kann man immer noch auf seinen Spuren laufen. Eine dieser Spuren führt vorbei an der Klosterkirche Sankt Annen, dort verlief sein Schulweg. Vorbeigehen sollte man an der Kirche aber auf keinen Fall, ein Blick hinein lohnt sich. Denn schon weit vor der Zeit Lessings war in in der Stadt die Kunst ansässig. Im Mittelalter war die Oberlausitz geprägt von einer reichen Kunstproduktion, die sich in Kamenz vor allem in Form von sakraler Kunst und Architektur widerspiegelt. Die Hauptkirche St. Marien und ihre spätgotische Bauweise aus Granit, die Katechismuskirche und die St.-Jus-Kirche – sie alle zeugen von einer Geschichte des sakralen Wohlstandes. Seit einigen Jahren gibt es die Kunst auch gesammelt zu bestaunen, im Sakralmuseum der Klosterkirche St. Annen. In einer Dauerausstellung wird zwischen mittelalterlicher und Renaissance-Kunst die Geschichte von Franziskanern, Stiftern, Heiligenverehrung und Reformationszeit erzählt. Besonderes Highlight sind die fünf spätgotischen Schnitzaltäre, die im Zentrum der Ausstellung stehen. Der Weg an der Klosterkirche vorbei ist übrigens nicht nur Lessing vorbehalten. Kamenz liegt sowohl am Jakobsweg als auch an der Via Sacra. Diese touristische Route durch Deutschland, Polen und Tschechien verbindet einzigartige sakrale Bauwerke und Kunstschätze.
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