Ansgar Koreng, 140823_Märchendom_Saalfelder_Feengrotten, CC BY 3.0 de



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A73.

Saalfelder Feengrotten
Saalfelder Feengrotten
Feengrottenweg 2
07318 Saalfeld
kundenservice@feengrotten.de

+49 (0) 3671 - 55040

https://www.feengrotten.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Feengrotten
erstellt:
03.07.2020
aktualisiert:
12.03.2024
In Saalfeld an der Saale konnte man im 16. Jahrhundert wahrscheinlich noch nicht damit rechnen, dass der Ort einmal für eine der prächtigsten unterirdischen Welten des Planeten bekannt sein würde. Damals startete der Bergbau dort als eine Suche nach Erz, kam aber im Laufe der Zeit durch den Einfluss der Industrialisierung zum Erliegen. So still wurde das Bergwerk gelegt, dass es noch nicht einmal zum Verkauf angeboten wurde, sondern letztendlich als Geschenk an einen gewissen Otto Wohlfahrt gelangte. Und obwohl dieser das Potenzial als Heilbad erkannte, musste er das zugegebenermaßen außergewöhnliche Geschenk zuletzt doch noch einmal weiterverkaufen. Der neue Besitzer, der Berliner Bankkaufmann Adolf Mützelburg war es dann, der aus der ehemaligen Erzgrube eine Goldgrube machte – ein Schaubergwerk war geschaffen. In weniger als 300 Jahren hatte sich in den Sohlen des Bergwerks nämlich eine faszinierende Tropfsteinhöhlenwelt gebildet. So faszinierend, dass diese Welt kurzerhand „Saalfelder Feengrotten“ getauft wurde. Heute ist der Ort ein Besuchermagnet. Kein Wunder, haben es doch die riesigen Höhlen mit ihren Tropfsteinen wegen deren Farbpracht sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Wer sich nach ganz unten auf die dritte Sohle des Bergwerkes traut, der findet dann in 26 Meter Tiefe noch den vermeintlich abschließenden Beweis für Magie: den Märchendom. In der größten Höhle des Bergwerkes steht die Gralsburg, zusammengewachsen aus unterschiedlichen Tropfsteinen. Wer genau hinschaut, findet hier, versteckt zwischen Farbe und Gestein, vielleicht sogar die ein oder andere Fee.

 

 

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