Tilman2007, Stiftsfreiheit_1,_Stiftskirche_Bad_Gandersheim_20171222_011, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7.
Roswithastadt Bad Gandersheim
Touristinformation
Stiftsfreiheit 12
37581 Bad Gandersheim
tourist@bad-gandersheim.de
+49 (0) 53 82/ 73 70 0
http://www.bad-gandersheim.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Gandersheim
Stiftsfreiheit 12
37581 Bad Gandersheim
tourist@bad-gandersheim.de
+49 (0) 53 82/ 73 70 0
http://www.bad-gandersheim.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Gandersheim
erstellt:
06.03.2017
aktualisiert:
23.11.2023
Das Wasser glitzert in der Sonne. Aus dem nahen Wald erfrischt eine leichte Brise. Vom Planschbecken weht fröhliches Kindergeschrei herüber. Ein typischer Tag im Sommer in einem der Freibäder. Wer in Bad Gandersheim untertaucht, hat nicht nur Spaß, sondern spürt auch die heilende Wirkung der Solequellen. Zahlreiche Kur- und Wellnessangebote zeugen davon. Im Mittelalter glaubte man jedoch noch an Wunder. So berichtet Roswitha von Gandersheim (um 935 – 980) von einer Wunderheilung im „Heim an der Gande“. Die Adelige, die im Kanonissenstift nach strengen religiösen Regeln lebte, wird als erste deutsche Dichterin gefeiert. Die Stadt ehrt Roswitha mit einem Brunnen, der vor der ehemaligen Abtei steht. Wer dort hineingeht und nach oben schaut, staunt. Jupiter, Mars und Venus beleben die Decke des barocken Kaisersaales. Den antiken Göttern leisten christliche Engel Gesellschaft. Die Deckenmalerei zeigt eindrucksvoll, wie prunkvoll sich absolutistische Fürsten selbst darstellten. Von der Abtei ist es nur ein Katzensprung zur Stiftskirche. Die romanische Basilika mit ihren beiden wuchtigen Westtürmen beherrscht den Marktplatz. Ein Besuch lohnt sich vor allem deswegen, weil die Häuser um den Platz herum von einer langen Handelstradition erzählen. Das Markt-, Münz- und Zollrecht bekam die Stadt schon 990. Der Reichtum der Bürger zeigt sich noch heute an den kunstvollen Schnitzereien im Fachwerk. Außerdem wird im Sommer der Marktplatz zum Zuschauerraum, wenn die Domfestspiele viele tausend Theaterfans in die Stadt locken.
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